Neues Sparprogramm

Sportartikelhersteller Nike streicht Stellen

Wirtschaft
02.10.2026 10:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der US-Sportartikelhersteller Nike hat angekündigt, weltweit Stellen zu streichen. Eine Zahl nannte das Unternehmen zunächst nicht. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden im kommenden Jahr informiert, hieß es.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern ungefähr 300 Millionen Dollar für Abfertigungen zurückgestellt. Weitere 300 Millionen kommen im laufenden Geschäftsjahr 2026/2027 hinzu. Der Sportartikelhersteller rechnet für diesen Zeitraum mit einem Umsatzrückgang um einen hohen einstelligen Prozentsatz. Damit fällt dieser stärker aus, als Analystinnen und Analysten erwartet hatten. Für das laufende Jahr geht die Firma noch von einem Umsatzplus von bis zu zehn Prozent aus.

Bis Mitte 2031 sollen die Kosten nun um 2,5 Milliarden Dollar gesenkt werden, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Es gehe um einen Umbau des operativen Geschäftsmodells wie eine Modernisierung der Lieferketten und eine Verschlankung der Organisation. „Wir müssen mehr machen bei Nike-Sportbekleidung, der Marke Jordan und in China. Und wir ergreifen Maßnahmen, um diese Geschäftsbereiche auf lange Sicht zu stärken“, kündigte Nike-Chef Elliott Hill an.

Strategische Fehler?
Der Sportartikelhersteller leidet wie viele andere US-Handelsunternehmen unter der Zurückhaltung der Käuferinnen und Käufer. Laut Analystinnen und Analysten werden aber auch strategische Fehler gemacht wie die Konzentration auf den Verkauf über das Internet und die Unfähigkeit, genügend neue Verkaufsschlager auf den Markt zu bringen. Das zwinge Nike und die Händler zu höheren Rabattaktionen und Preissenkungen. Die Lagerbestände sanken zwischen Juni und August nur um drei Prozent.

Die größten Umsatzrückgänge verzeichnet der Konzern derzeit in China und Europa, wo der Konkurrent Adidas sitzt. Dieser baut auf seine Klassiker aus den 70er- und 80er-Jahren auf, die er in vielen Varianten neu auflegt, und setzt auf eine Regionalisierungs-Strategie.

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