Nach einem Einbruch Freitagfrüh in ein Waffengeschäft in Innsbruck gelang den Tätern im Zuge einer filmreifen Verfolgungsjagd die Flucht über die Grenze und nach einem Crash in Bayern zunächst auch zu Fuß. Drei Verdächtige konnten inzwischen gefasst werden – die Fahndung nach möglichen weiteren Komplizen läuft. Zahlreiche Waffen wurden sichergestellt, die Polizei richtete eine Warnung an die Bevölkerung.
„Zwei Tatverdächtige konnten inzwischen festgenommen werden. Die Fahndungsmaßnahmen dauern aber weiterhin an. Wir sind nach wie vor mit starken Polizeikräften im Einsatz“, informierte die deutsche Polizei kurz vor Mittag via X.
Erste Details zu den Festgenommenen
Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen Niederländer (34) und einen 30-Jährigen mit derzeit noch ungeklärter Staatsbürgerschaft. „Im Fluchtfahrzeug konnte eine große Menge an Langwaffen fest- und sichergestellt werden“, hieß es am Nachmittag von den deutschen Ermittlern.
Im Fluchtfahrzeug konnte eine große Menge an Langwaffen fest- und sichergestellt werden.
Ermittler von der deutschen Polizei
Fahndung nach möglichen Komplizen
Die Fahndung nach möglichen weiteren Tatverdächtigen dauerte aber noch an. „Stand jetzt suchen wir mehrere Tatverdächtige“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gegen Mittag und brachte es so auf den Punkt: „Jetzt haben wir zwei, die was wissen, was wir nicht wissen.“
Die Verdächtigen würden natürlich befragt: „Die Frage ist, ob die was sagen.“ Wo und unter welchen Umständen die beiden mutmaßlichen Täter festgenommen wurden, wollte man „aus ermittlungstaktischen Gründen“ zunächst nicht bekannt geben. Inzwischen konnte ein dritter Tatverdächtiger festgenommen werden. Das Alter sowie die Staatsangehörigkeit des Mannes sind derzeit noch ungeklärt. Ob es noch weitere Komplizen gibt, ist nicht bekannt.
Zeugin schlug bei Polizei wegen Einbruch Alarm
Kurz nach 5.30 Uhr hatte eine Zeugin bei der Polizei den Einbruch in das Innsbrucker Waffengeschäft gemeldet, erklärte Polizeisprecher Stefan Eder auf „Krone“-Nachfrage. Die Täter seien im Anschluss mit einem Fahrzeug, das offenbar gestohlen wurde, geflüchtet. Eine Großfahndung wurde in die Wege geleitet.
Verfolgungsjagd über Zirler Berg nach Bayern
Eine Streife konnte den mutmaßlichen Fluchtwagen im Bereich des Zirler Bergs (B177 Seefelder Straße) wahrnehmen. Es war dies der Beginn einer rasanten Verfolgungsjagd. Den Tätern gelang die Flucht über die deutsche Grenze. „Bei Mittenwald verlor die Streife dann den Sichtkontakt mit dem Fluchtfahrzeug“, so Polizeisprecher Eder weiter.
Verunfalltes Fahrzeug entdeckt
Die deutsche Polizei konnte schließlich wenig später das verunfallte Fluchtfahrzeug entdecken. Von den Tätern fehlte zunächst jedoch jede Spur. Eine Großfahndung wurde in die Wege geleitet und die Bevölkerung gewarnt.
Bahnverkehr lahmgelegt
Aufgrund des Einsatzes kam es auch zu Einschränkungen im Verkehr – im Bahnverkehr gab es eine Sperre zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittelwald. Diese wurde gegen Mittag aufgehoben.
Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. „Aus der Luft verschaffen wir uns einen umfassenden Überblick und unterstützen die Einsatzkräfte am Boden“, postete die deutsche Polizei auf X.
Deutsche Polizei warnte Bevölkerung
Da nicht auszuschließen war, dass die Täter auf ihrer Flucht bewaffnet waren, riet die Polizei der Bevölkerung dringend davon ab, Anhalter mitzunehmen oder verdächtige Personen eigenständig anzusprechen.
Sowohl in Innsbruck als auch im benachbarten Bayern laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren.
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