Der Medizinkonzern Fresenius Medical Care ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Unbefugte hätten sich Zugang zu einer begrenzten Anzahl interner Systeme verschafft, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Medizinische Geräte, die Patientenversorgung, die Produktion und der laufende Geschäftsbetrieb seien von dem Vorfall jedoch nicht beeinträchtigt. Nach der Entdeckung des Vorfalls seien umgehend Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen worden.
Zudem habe das Unternehmen externe Cybersicherheitsexperten hinzugezogen und die Strafverfolgungsbehörden informiert. Weitere Details gab FMC nicht bekannt.
211 Milliarden Euro Schaden pro Jahr
Die deutsche Wirtschaft gerät generell immer stärker ins Visier von Cyberkriminellen. Einem aktuellen Bericht des Digitalverbands Bitkom zufolge beläuft sich der jährliche Gesamtschaden durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage auf mindestens 211 Milliarden Euro.
Die wichtigste Tätergruppe bleibt dabei die Organisierte Kriminalität. Allerdings gehen Angriffe auf Firmen auch zunehmend auf das Konto ausländischer Geheimdienste, vor allem aus China und Russland. Mehr als jedes dritte betroffene Unternehmen konnte in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Attacke einem staatlichen Akteur zuordnen.
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