Der zunächst wegen versuchten Mordes angeklagte frühere NFL-Star Antonio Brown entgeht einer Gefängnisstrafe. Wie sein Anwalt mitteilte, gebe es eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft, die Ende des Monats offiziell gemacht werden soll. Brown werde dann die Anklage wegen Körperverletzung nicht anfechten und eine Bewährungsstrafe akzeptieren. Der 38-Jährige werde demnach nicht als verurteilter Strafverbrecher gelten.
Browns Anwalt Mark Eilarsh sagte laut US-Medien, der Vergleich sei zu gut, um ihn nicht anzunehmen. Brown hätten bei einer Verurteilung wegen versuchten Mordes bis zu 30 Jahre Gefängnis gedroht. Brown war vorgeworfen worden, nach einem Boxkampf im Mai 2025 einem Sicherheitsmitarbeiter eine Pistole entrissen und zwei Schüsse auf einen Mann abgefeuert zu haben, mit dem er zuvor in eine Schlägerei verwickelt gewesen war. Der Mann sagte den Ermittlern, eine der Kugeln habe seinen Hals gestreift. Der Anwalt des Mannes nannte den Vergleich nach Angaben von US-Medien fair. Sein Mandant habe Brown verziehen und wünsche ihm Gesundheit.
Brown sprach von versuchtem Raubüberfall
Die Polizei hatte Brown nach dem Event in Gewahrsam genommen, nach wenigen Stunden aber wieder freigelassen. Der frühere Star-Receiver unter anderem der Pittsburgh Steelers gab kurz darauf eine Erklärung auf der Social-Media-Plattform X ab, wonach mehrere Leute versucht hätten, ihn auszurauben. Zudem kündigte er damals an, Anzeige gegen die angeblichen Räuber zu erstatten. Stattdessen wurde am 11. Juni 2025 ein Haftbefehl gegen Brown wegen versuchten Mordes ausgestellt. Im folgenden November wurde er in Dubai verhaftet.
Brown spielte insgesamt zwölf Jahre in der NFL und gehörte zeitweise zu den besten Passempfängern der Liga. In der Saison 2020 gewann er mit den Tampa Bay Buccaneers um Quarterback Tom Brady die Super Bowl.
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