Die legendären roten oder gelben Rabattpickerl mit den minus 25 Prozent, die die Konsumenten aus den Billa-Flugblättern kannten, gibt es künftig in anderer Form. Ab sofort finden Kunden statt der klebenden Pickerl sogenannte Rabattgutscheine aus Karton zum Abreißen vor. Für die Konsumenten bedeutet das Änderungen und Vereinfachungen.
Wie gewohnt findet man im wöchtentlichen Flugblatt oder in Tageszeitungen nun statt der Pickerl Rabattgutscheine mit minus 25 Prozent. Bisher klebte man diese auf bis zu drei Produkte seiner Wahl, und an der Kasse wurde der Rabatt abgezogen. Das war für manche Kunden kompliziert.
Was sich konkret ändert
Nun wird das einfacher. Das aktuelle Flugblatt, das am Dienstag in den Briefkästen der Haushalte lag, enthält keine Klebepickerl mehr. Stattdessen gibt es ein kleines Kartonblatt im selben Format wie bei den Pickerl, aber mit Rabattgutscheinen. Diese sind gestanzt und müssen abgerissen und an der Kassa abgegeben werden.
Der Vorteil für die Kunden: Sie müssen die Karton-Markerl keinem einzelnen Produkt mehr zuordnen. Die Kassakraft scannt die Gutscheine – sie haben auf der Rückseite einen Strichcode – ein, und der Kunde erhält automatisch auf die drei teuersten Produkte seines Einkaufs 25 Prozent Rabatt.
Bis zu vier Gutscheine pro Einkauf
Ein Detail, das viele Kunden freuen dürfte: Pro Einkauf können bis zu vier solcher Markerl eingesetzt werden. Drei davon gelten für alle Artikel - ausgenommen sind allerdings die auf der Rückseite genannten Produkte bzw. Produktgruppen (siehe unten). Ein weiterer Gutschein ist nur für bestimmte Marken gültig, in den nächsten zwei Wochen etwa für Simply-Good-Produkte. Die aktuellen Markerl sind ab Donnerstag, dem 24. September, gültig.
Ein positiver Nebeneffekt für die Umwelt: Die alten Sticker klebten auf einem Plastikfeld, die neuen Markerl sind zur Gänze aus Karton. „Ein Vorteil für die Umwelt ist schon, dass es nun kein Plastik mehr gibt“, betont Billa-Sprecher Paul Pöttschacher.
Es gibt Ausnahmen
Doch nicht nur das System ändert sich – auch der Kreis der Artikel, für die die Rabattmarkerl überhaupt gelten, wird etwas kleiner, weil Billa ohnehin von vielen Artikeln die Preise senkt. Schon bisher war zum Beispiel die günstige Eigenmarke Clever von den minus 25 Prozent ausgenommen. Künftig können Kunden die Markerl auch nicht auf Produkte aus dem neuen „Immer Clever Preis“-Programm anwenden, die ja schon auf Diskontniveau sind.
Billa senkt ja ab Donnerstag dauerhaft die Preise von bis zu 3000 Artikeln auf das Niveau vergleichbarer Waren bei Hofer und Lidl. Bei Billa Plus sind es bis zu 3000 Artikel, bei den kleineren regulären Billa-Geschäften bis zu 2000, je nach Ladengröße. Das Preissenkungsprogramm betrifft nicht nur die günstige Marke Clever, sondern auch viele Produkte der eigenen Bio-Marke Ja! Natürlich – etwa die Ja! Natürlich Bio-Bananen oder die Ja! Natürlich Vollmilch.
Doch auch andere bekannte Markenartikel sind vom Programm „Immer Clever Preis“ umfasst: die klassischen Milka-Schokoladetafeln, Felix Tomatenketchup, Haribo Goldbären, Knoppers, Gösser Bier, Stiegl Bier und andere Biere, Milka Tender, aber auch Kosmetikartikel wie Axe Duschgel, Glem Vital Shampoo, Cif Cremereiniger oder Somat Geschirrspültabs. Ebenso Landliebe Pudding und Nuri Sardinen.
Das steckt hinter „Immer Clever Preis“
Das neue Programm „Immer Clever Preis“ ist laut dem Unternehmen die größte Preisoffensive in der Geschichte von Billa. Wie die Handelskette mitteilt, sind die damit ausgezeichneten Artikel zu 40 Prozent Markenprodukte, zu 30 Prozent Clever-Artikel und zu 30 Prozent weitere Eigenmarken wie Ja! Natürlich oder Billa Immer gut.
Billa-Vorstandschef Erich Szuchy hat die Aktion bereits vor ein paar Tagen angekündigt: „Wir senken bis zu 3000 Artikel aufs exakt gleiche Preisniveau wie im Diskont – dauerhaft und quer durchs Sortiment.“ Die Kunden würden sich so Preisvergleiche und zusätzliche Wege ersparen.
Bis zu 3000 Produkte auf Diskontniveau
Für Konsumenten gibt es also mehrere Neuerungen: Statt der bisherigen Klebepickerl gibt es nun die neuen Rabattgutscheine. Die 25 Prozent werden nun automatisch von den teuersten Produkten an der Kassa abgezogen. Gleichzeitig sinken die Preise für Tausende Artikel dauerhaft auf Diskontniveau.
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