Feiern statt sparen?

„Große ORF-Party“ sorgt in Krisenzeiten für Kritik

Innenpolitik
24.09.2026 10:24

Der ORF-Stiftungsrat tagt erstmals mit Franz Medwenitsch als Nachfolger für den stellvertretenden Vorsitzenden Gregor Schütze. Es geht um die notwendige Millioneneinsparung und wie Strukturen verschlankt werden können. Doch ausgerechnet am Tag der großen Spardebatte sorgt eine teure Party am Küniglberg für Ärger.

Dem ORF stehen harte Einschnitte bevor. Am Donnerstag beschäftigt sich der Stiftungsrat – in neuer Besetzung, nachdem der stellvertretende Vorsitzende Gregor Schütze zurückgetreten war und Franz Medwenitsch offiziell als sein Nachfolger am Beginn der Sitzung gewählt wurde – mit den wichtigsten Geldfragen. So landet etwa der „Einsparpfad“ auf dem Tisch des Stiftungsrats. Schon am Montag wurde im Finanzausschuss über die finanzielle Zukunft des öffentlich-rechtlichen beraten. Denn ab 2027 streicht die Bundesregierung dem ORF jährlich rund 93 Millionen Euro aus dem Bundesbudget.

Weniger Chefs beim ORF?
Im Visier stehen beim Sparprogramm offenbar auch Führungspositionen. Stiftungsräte fordern eine Verschlankung der Strukturen sowie weniger Hauptabteilungs- und Abteilungsleiter. Wegen langer Kündigungsfristen müsse damit noch unter der amtierenden Generaldirektorin Ingrid Thurnher begonnen werden. Auch die Zukunft des Radio-Symphonieorchesters RSO wird als mögliches Sparthema genannt.

Auch auf der Tagesordnung steht die Causa Wolf gegen Westenthaler. Der „ZiB 2“-Anchorman Armin Wolf soll laut dem FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler gegen den ORF-Ethikkodex verstoßen haben, als er im „Wahlkampf“ um den Generaldirektorenjob die Bewerberin und „Exxpress“-Herausgeberin Eva Schütz in den sozialen Medien attackierte. Ihr Medium sei eine „rassistische Fake-News-Schleuder“, so Wolf.

Im Sitzungssaal des ORF-Stiftungsrates geht es am Donnerstag vor allem ums Geld.
Im Sitzungssaal des ORF-Stiftungsrates geht es am Donnerstag vor allem ums Geld.(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

„ORF-Party auf Kosten der Zwangsgebührenzahler“
Kurz vor Sitzungbeginn ärgerte sich Westenthaler auch über ein weiteres Thema. Denn am Donnerstagabend findet am Küniglberg die „ORF-Programmpräsentation 2027 samt ORF-Awards“ statt. Eine „große ORF-Party auf Kosten der Zwangsgebührenzahler“, wie der Stiftungsrat kritisiert. Zigtausende Euro würden für diese Party mit Showacts ausgegeben werden – „in Sparzeiten ist das ein Hohn“, so Westenthaler.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung