Häufige Warnsignale

Woran sich Blutkrebs frühzeitig erkennen lässt

Gesund Konkret
15.09.2026 10:00

Oft beginnt Blutkrebs mit Beschwerden, die im Alltag leicht übersehen werden: Müdigkeit, wiederkehrende Infekte oder eine ungewöhnliche körperliche Schwäche. Weil die Symptome nicht eindeutig sind, kann bis zur Diagnose einige Zeit vergehen. Umso wichtiger ist es, mögliche Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen.

Blutkrebs gehört zu jenen Erkrankungen, die oft schleichend beginnen. Die Symptome sind auch selten spezifisch, sodass ein Erkennen oft schwerfällt: Viele fühlen sich zunächst abgeschlagen oder anfälliger für Erkältungen. Man sollte jedoch Warnzeichen ernst nehmen, denn je eher eine Erkrankung erkannt wird, desto schneller kann eine Behandlung eingeleitet werden.

Der Begriff Blutkrebs umfasst verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems. Dazu zählen vor allem Leukämien (weißer Blutkrebs), Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) und Multiples Myelom (Knochenmarkkrebs). Alle entstehen aus entarteten Zellen des Blut- oder Immunsystems. Diese Zellen vermehren sich unkontrolliert und verdrängen gesunde Blut- und Immunzellen.

Bei Leukämien bilden sich große Mengen krankhafter weißer Blutkörperchen oder deren Vorläuferzellen. Man unterscheidet akute und chronische Formen. Erste Symptome sind Müdigkeit und Leistungsschwäche, Infekte, Fieber, Blässe und geschwollene Lymphknoten.

Das Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Zu ihnen gehören das Hodgkin-Lymphom und verschiedene Non-Hodgkin-Lymphome. Hier zeigen sich oft schmerzlose Lymphknotenschwellungen, Nachtschweiß, ungewollter Gewichtsverlust, anhaltendes Fieber oder Juckreiz.

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung des Knochenmarks. Sie ist gekennzeichnet durch die Vermehrung von entarteten Plasmazellen, sogenannten Myelomzellen, die sich im Knochenmark ausbreiten. Typisch sind neben Müdigkeit und Schwäche Knochenschmerzen, vor allem im Rücken oder in den Rippen, erhöhte Knochenbruchgefahr, Blutarmut, Kurzatmigkeit und Verschlechterung der Nierenfunktion.

Mitunter müssen Betroffene aufgrund der Unsicherheit der Anzeichen Monate auf ihre Diagnose warten. Daher gilt: Bei unklaren Beschwerden immer den Arzt aufsuchen!

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