Schöne Haut erhalten

Wundheilung unterstützen, Narben vorbeugen

Kaum jemand verbringt sein Leben ohne Wunden und folgende Narben. Diese sind zumeist harmlos, werden jedoch mitunter als störend empfunden. Es ist jedoch möglich, überschießende Narbenbildung zu vermeiden. Erfahren Sie, wie Sie Wunden am besten pflegen können.

Eine Narbe kann entstehen, wenn die Haut nach einer Verletzung oder Operation neues Gewebe bildet, um die Wunde zu verschließen. Wie sichtbar die Narbe später bleibt, hängt nicht nur von der Art der Verletzung ab, sondern auch von der richtigen Wundpflege. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Betroffene die Heilung unterstützen und das Risiko für auffällige Narben verringern.

Wunden eher feucht halten
Empfehlenswerte Praxis ist die Ermöglichung der feuchten Wundheilung. „Früher wurde häufig empfohlen, Wunden möglichst trocknen zu lassen. Heute weiß man, dass eine leicht feuchte Wundumgebung die Heilung fördern kann“, erklärt dazu der Wiener Allgemeinmediziner Dr. Christian Maté. Wunden heilen im feuchten Milieu schneller, da die Keratinozyten (Zellen der Oberhaut) durch die fehlende Pfropfbildung einfacher an ihren Zielort wandern können und eine ausgeprägte Krusten- bzw. Schorfbildung vermieden wird.“

Neben dem beschleunigten Wiederaufbau der normalen Hautschichten wird im flüssigen Medium auch Zellfunktion und -kommunikation verbessert, da sich Wachstumsfaktoren und Signalmoleküle einfacher bewegen können. Darüber hinaus besteht bei der feuchten Wundheilung ein geringeres Entzündungs- und Infektionsrisiko, was die Narbenbildung minimiert.

Zitat Icon

Bei einer optimalen Heilung sind Narben zwar sichtbar, aber werden bestenfalls nicht als störend empfunden.

Dr. Christian Maté, Wiener Allgemeinmediziner

Geeignete Wundauflagen helfen dabei, die Wunde vor Keimen zu schützen, ein optimales Heilungsmilieu zu schaffen und die Bildung einer übermäßigen Kruste zu vermeiden.

Sobald die Wunde vollständig geschlossen ist, kann mit einer gezielten Narbenpflege begonnen werden. Bewährte Maßnahmen sind: Silikongel oder Silikonpflaster, regelmäßige Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Cremes oder sanfte Narbenmassage nach ärztlicher Freigabe.

Silikon für die Narbenbildung
Dr. Christian Maté: „Eine gut erforschte Möglichkeit zur Minimierung der abnormen Narbenbildung ist die Anwendung von Silikongel. Die Wirkung beruht hauptsächlich auf seinen okklusiven (verschließenden) Eigenschaften. Es bildet einen dünnen Film auf der Wunde und vermindert den Wasserverlust. Ferner wird die Spannung am Narbenrand reduziert.“

Sollten Sie bemerken, dass eine Narbe stark wuchert oder verdickt, Schmerzen oder Juckreiz zunehmen, die Beweglichkeit eingeschränkt wird oder gar Anzeichen einer Infektion auftreten, einen Arzt aufsuchen. Achtung: Bei geschlossenen, frischen Narben wird ein konsequenter UV-Schutz empfohlen, um anhaltende Rot- oder Braunverfärbungen zu reduzieren.

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