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APG-Chef Christiner:

Österreich „abhängig“ von Atomstrom aus Frankreich

Wirtschaft
21.08.2026 11:36

Mit einer klaren Aussage sorgt Gerhard Christiner, Vorstand der Austrian Power Grid AG (APG), für Aufsehen: „Österreich lebt vor allem in der Nacht von Atomstromexporten aus Frankreich“ – eine unbequeme Wahrheit für ein Land, das so stolz auf seine Wasserkraft und den Ausbau der Erneuerbaren ist. Im Gespräch mit der „Krone“ erklärt Christiner, warum diese Abhängigkeit von Atomstrom noch Realität ist und was es braucht, um sie zu überwinden.

Christiner, dessen Unternehmen das Stromsystem in Österreich steuert, liefert harte Zahlen: Während Deutschland nachts rund 5000 Megawatt (MW) importiert, sind es bei Österreich zwischen 2000 und 3000 MW. Italien liegt sogar bei 6000 MW. „Das ist die nüchterne Wahrheit“, so Christiner. Dabei handle es sich nicht um einen Ausnahmezustand. „Wir importieren im Winter sogar mehr als im Sommer“, sagt der APG-Chef. Gerade in den kalten, nebeligen Wintermonaten, wenn die Sonne kaum scheint und die Photovoltaik auslässt, wird die Lücke noch größer. Aber auch in der jüngsten Dürreperiode mit weniger Wasserkraft ist der Bedarf nach Atomstrom gestiegen.

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