In der Gemeinde Winzendorf im niederösterreichischen Bezirk Wiener Neustadt ist am Donnerstag das Firmengebäude einer Pyrotechnik-Firma explodiert. Laut „Krone“-Informationen mussten mehr als 100 Personen das Betriebsgelände verlassen – eine Person wurde schwer verletzt.
Es handelt sich bei dem betroffenen Gebäude um den Firmensitz von Astotec Pyrotechnic Solutions. Ein „Krone“-Leser berichtet von einem „heftigen Knall“. Anschließend stieg eine riesige, schwarze Rauchwolke in den Himmel empor. „Es gab einen lauten Knall, in der Folge kam es in der Pyrotechnik-Firma zum Brand“, betont Richard Berger vom Bezirksfeuerwehrkommando Wiener Neustadt.
Eine Person schwer verletzt gerettet
„Eine Person konnte gerettet werden. Der umfassende Angriff über Hubrettungsgeräte, mehrere Rohre von Außen in Kombination mit einem Innenangriff durch Atemschutzgerätetrupps zeigte rasch Wirkung und der Brand konnte eingedämmt werden“, erklärt Bezirksfeuerwehrkommandant Karl-Heinz Greiner. Der Mitarbeiter wurde laut Rotem Kreuz schwer verletzt und nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber „Christophorus 3“ ins Wiener AKH geflogen.
13 Feuerwehren mit 28 Fahrzeugen und mehr als 100 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Bezirk Wiener Neustadt standen innerhalb kürzester Zeit im Einsatz. Die Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes griffen sofort, wie auch die Alarmpläne der Feuerwehr Winzendorf, hieß es von den Florianis.
Das Unternehmen wurde vollständig evakuiert. Sämtliche Mitarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen. Rund 100 Personen sammelten sich anschließend in der Schule in Winzendorf. Auch ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes war vor Ort.
Ein Sprecher des Unternehmens betonte: „Unsere Gedanken sind bei unserem Mitarbeiter. Wir danken allen eingesetzten Kräften der Einsatzorganisationen, die den Brand rasch in den Griff bekamen.“
Aufgrund der damit verbundenen starken Rauchentwicklung wird der Bevölkerung geraten, vorsorglich, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da derzeit nicht bekannt ist, welche Stoffe im Rauch enthalten sind. Es handelt es sich dabei aber nur um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Brand war nach 14 Uhr bereits soweit unter Kontrolle, dass nur noch kleine Glutnester abgelöscht werden mussten.
Die Ursache für die Explosion und den anschließenden Brand ist weiterhin unklar. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat die Ermittlungen übernommen. Neben den Ermittlungsbereichen für Brand- und Explosionsdelikte ist auch die Tatortgruppe involviert.
Der Einsatzort befindet sich unweit vom Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld, der in den letzten Wochen bereits zweimal gebrannt und die Einsatzkräfte massiv gefordert hat.
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