Gestern hat am Landesgericht Klagenfurt ein Verfahren gegen zwei Erwachsene stattgefunden. Das falsche Halten der Tiere bzw. Tierquälerei wurde ihnen vorgeworfen. Ende März wurden ihnen zahlreiche Reptilien, Hunde und Katzen behördlich abgenommen.
Das Paar aus Ettendorf (Bezirk Wolfsberg) hat die Terrarien unzureichend ausgestattet, was den Tieren laut Sachverständigen Qualen zugefügt haben soll. Die Polizei ist auf die Umstände im Haus aufgrund eines Hinweises aus der Nachbarschaft aufmerksam geworden. Daraufhin wurden ihnen Ende März Hunde, Minihausschweine, Katzen und Schlangen wie eine Baumpython, Bartagamen, Kornnattern, weiteren Nattern und ein Kronengecko behördlich abgenommen. Das Paar wurde angezeigt. Am Donnerstagvormittag fand die Gerichtsverhandlung statt.
Angeklagtes Paar habe Überblick verloren
Auf die Frage des Richters, wie es mit den Tieren so weit kommen konnte, zeigten sich die Angeklagten schnell schuldig: „Wir wollten sie nicht quälen. Es tut uns leid und wir übernehmen dafür die volle Verantwortung.“ Die beiden haben über die Jahre zu viele Tiere angehäuft, dann den Überblick verloren und sich somit auch weniger um ihre Schützlinge gekümmert.
Milde Strafe für das Duo
Die Verhandlung wurde schnell geschlossen und ein vergleichsweise mildes Urteil gefällt. Nun wurden beide Angeklagte zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt und müssen jeweils eine unbedingte Geldstrafe zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.
M. Komposch/A. Papitsch
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