Seit Valentino Rossi keine Motorradrennen mehr bestreitet, fehlt der MotoGP etwas Wesentliches. Sagen viele Motorsportfans. Wer das auch so sieht und eine Menge Geld übrig hat, wird jetzt feuchte Hände bekommen: Es kommt eine limitierte MotoGP-Replica unter den Hammer, samt signiertem Helm.
„Mit der Yamaha YZF-R1 Petronas SRT MotoGP Replica präsentiert sich eine der exklusivsten und begehrtesten Rennmaschinen, die Yamaha jemals hervorgebracht hat“, schwärmt das Dorotheum in der Ausschreibung. Das Bike entstand im Jahr 2020 in enger Zusammenarbeit mit dem Yamaha Austria Racing Team (YART) und wurde weltweit auf lediglich 46 Exemplare limitiert.
Es handelt sich also quasi um eine Replica von Rossis Arbeitsgerät aus seiner Zeit beim Yamaha-Kundenteam Petronas, wo er 2021 seine aktive Karriere beendete. Zuvor fuhr er nach seiner Zeit bei Ducati von 2013 bis 2020 erneut für das Yamaha-Werksteam.
Die streng limitierte Auflage würdigt einerseits ein Jubiläum des Hauptsponsors Petronas und zollt zugleich der legendären Startnummer 46 von MotoGP-Ikone Valentino Rossi Tribut. Beim hier angebotenen Motorrad handelt es sich um eines der ersten von lediglich 46 gebauten Exemplaren: die Nummer 3.
Diese spezielle R1 soll „den kompromisslosen Charakter eines echten Grand-Prix-Prototyps“ vermitteln. Die vollständige Carbon-Verkleidung im markanten schwarz-türkisen Petronas-Design, kombiniert mit den charakteristischen MotoGP-Winglets an der Front, verleiht ihr maximale Präsenz.
Auf der Feierabendrunde wird man damit aber nicht punkten können: „Konsequent für den Einsatz auf der Rennstrecke entwickelt, besitzt dieses Motorrad keine Straßenzulassung. Scheinwerfer, Blinker oder Spiegel wurden bewusst weggelassen – jedes Detail dient ausschließlich einem Zweck: maximaler Performance.“
Unter der ultraleichten Carbon-Hülle arbeitet der bewährte 998 cm³ große Reihenvierzylindermotor mit einer Leistung von 200 PS. In Verbindung mit der Akrapovič-Rennabgasanlage, dem geringen Gesamtgewicht und der kompromisslosen Abstimmung entsteht ein Fahrerlebnis, das dem Charakter einer echten Werksrennmaschine nahekommen soll.
Auch bei Fahrwerk und Bremsanlage wurde nicht gespart: Eine hochwertige Öhlins-Rennsportgabel an der Front, ein voll einstellbares Öhlins-Federbein am Hinterrad sowie die hochpräzise Brembo GP4-RX-Bremsanlage gewährleisten ein Fahrverhalten auf höchstem Rennsportniveau.
Rossis Autogramm – oder doch nicht?
Abgerundet wird dieses außergewöhnliche Angebot durch einen signierten KYT-Carbon-Rennhelm. Es sind mehrere Autogramme auf dem Helm – entgegen der ursprünglichen Annahme des Dorotheums handelt es sich aber bei keinem um das von Valentino Rossi. Laut „Krone“-Recherchen lautet die Zahl bei der untersten Signatur nicht 46 (was Rossis Startnummer ist), sondern 96. Hier hat sich also Jake Dixon verewigt. Die mittlere stammt von Xavi Vierge (#97).
Mittlerweile hat das Dorotheum die Herkunft der beiden bis dato nicht bekannten Autogramme ermittelt: Darryn Binder (#40) und John McPhee (#17).
Das Angebot ist auch ohne Autogramm des neunfachen Weltmeisters ein besonderes. „Diese Petronas SRT MotoGP Replica vereint technische Exzellenz, höchste Exklusivität und die Faszination der Königsklasse des Motorradsports.“ Mit ihrer extrem geringen Stückzahl und der Ausführung als Nummer 3 von 46 bietet sie Sammlern und Enthusiasten die seltene Gelegenheit, ein außergewöhnliches Kapitel der jüngeren Yamaha-Rennsportgeschichte zu erwerben. Der Schätzwert soll laut einer Sprecherin des Dorotheums ein Vielfaches des Startpreises betragen.
Bei aller Rennsport-Orientierung: Dass dieses Motorrad einen Meter Rennstreckenasphalt unter die Räder bekommt, ist ähnlich wahrscheinlich wie eine Rückkehr von Valentino Rossi als aktiver Fahrer. Es wird wohl eher in einer Sammlung landen.
Die Online-Auktion beginnt am 29 Juli um 13 Uhr in Vösendorf mit einem Startpreis von 18.000 Euro.
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