Zweite Runde in der Qualifikation zur Champions League: Der SK Sturm Graz muss heute daheim gegen Hearts of Midlothian ran. Wir berichten live (siehe unten).
Hier der LIVETICKER:
Sturm Graz greift ab heute wieder einmal nach den Sternen – in der Champions-League-Qualifikation empfängt Österreichs Vizemeister sein schottisches Pendant Hearts of Midlothian. Bis zum ganz großen Geldtopf, der Liga-Phase der „Königsklasse“, müsste Sturm schon drei Runden überstehen. Das offizielle Ziel ist die Teilnahme an einer der drei europäischen Liga-Phasen, womit bei drei Anläufen zumindest ein K.-o.-Duell gewonnen werden muss.
Räumt Sturm die Schotten aus dem Weg, wäre für das Team von Fabio Ingolitsch zumindest die Teilnahme an der Europa League fix. Der Sturm-Trainer bezifferte die Ausgangssituation gegen Hearts mit „50:50“. „Uns erwartet Fußball-Kultur pur, Fanatismus und ein Gegner, der eine richtig harte Nuss ist“, sagte Ingolitsch auch mit Blick auf 1300 nach Graz mitreisende Hearts-Fans. Beim schottischen „Vize“ hat sich im Sommer einiges getan, nicht zuletzt der zu den Rangers gewechselte Erfolgstrainer Derek McInnes musste ersetzt werden. Fündig wurde der Klub aus Edinburgh dabei beim „Trainer des Jahres“ in Belgien.
Gegner als verhindertes „Riesenwunder“
Wouter Vrancken setzt laut Ingolitsch „sehr auf spielerische Elemente“. „Sie sind in einer Findungsphase, es ist unklar, wie sie am Ende des Tages aufgestellt sind. Aber man darf nicht vergessen, sie hätten das Riesenwunder in Europa werden können und haben den Titel erst in der letzten Runde gegen Celtic verspielt.“ Der Grazer Respekt ist dementsprechend groß. „Wir wissen, dass wir sehr stabil in unserer Defensivstruktur und im Pressing sein müssen, um das aufzuhalten. Gleichzeitig wissen wir, dass das Risiko, das sie in ihrem Positionsspiel gehen, auch eine Chance für uns sein kann.“
An der Grazer Zielsetzung ändert all das nichts. „Wir wollen unbedingt in eine internationale Liga-Phase. Wir haben uns mit dem zweiten Endrang in eine gute Position gebracht, um das in den kommenden Wochen zu realisieren“, betonte der Coach. Steigt Sturm auf, wartet der Sieger aus Fenerbahce/Gornik Zabrze. Sollte Sturm gegen die Schotten verlieren, geht es in der dritten Ausscheidungsrunde der Europa League am 6. und 13. August gegen den favorisierten portugiesischen Großklub Benfica oder FC St. Gallen.
Sturm auf Sieg gepolt: „Müssen vorlegen“
„Wir haben uns ganz gut mit vielen Vorbereitungsspielen eingespielt. Wir sind bereit“, sagte Jon Gorenc Stankovic bei der Pressekonferenz am Montag. Der slowenische Sturm-Kapitän erinnerte daran, dass man im Vorjahr bereits gegen beide Glasgower Klubs gespielt habe. Die Rangers wurden 2:1 in Graz besiegt, gegen Celtic in Glasgow gab es eine 1:2-Niederlage. Ingolitsch betonte die Vorfreude auf einen seiner Meinung nach „spektakulären“ Auftakt. „Wir wollen vorlegen, wir müssen vorlegen, wenn wir in die nächste Runde wollen.“
Bis auf Filip Rozga (Muskelverletzung) und den rekonvaleszenten Leon Grgic seien alle Mann an Bord. In welchem Ausmaß der große Grazer Unterschiedsspieler Otar Kiteishvili mitwirken kann, ist laut dem Coach offen. Der Georgier verpasste wegen einer wieder aufgetretenen Wadenblessur weite Teile der Vorbereitung. Der neue Mittelstürmer Nelson Weiper wurde fristgerecht angemeldet. „Er ist bereit für einen Einsatz“, sagte Ingolitsch über die Leihgabe vom deutschen Bundesligisten Mainz. Verteidiger Paul Koller könnte nach einem im letzten Testspiel erlittenen Nasenbeinbruch mit Maske einlaufen.
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