„Baby-Touareg“

VW ID. Cross: Wolfsburgs wichtigstes Elektroauto?

Motor
15.07.2026 11:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit dem ID. Polo hat Volkswagen den Neustart den kompletten Reset im Elektrozeitalter begonnen. Jetzt folgt der nächste Schritt – und der dürfte für die Wolfsburger sogar noch wichtiger werden. Als großen Bruder des ID. Polo bringen sie den ID. Cross in dem Boom-Segment schlechthin.

Denn während Kleinwagen in Europa zwar beliebt sind, finden die eigentlichen Stückzahlen längst anderswo statt: bei den kompakten SUVs. Genau hier will der neue ID. Cross angreifen – gegen Renault 4 E-Tech, Kia EV2, Volvo EX30 und die immer zahlreicher werdende Konkurrenz aus China.

Der VW ID. Cross ist 1,58 Meter hoch.
Der VW ID. Cross ist 1,58 Meter hoch.(Bild: Volkswagen)

Die Mission ist klar: möglichst viel Auto zu einem Preis, der breite Käuferschichten ansprechen soll. Ab 28.500 Euro ist der ID. Cross in Österreich bereits bestellbar. Damit ist er deutlich günstiger als alle bisherigen Elektro-SUVs der Marke.

Dabei sieht er nicht nur ebenso schnittig wie stämmig aus, er bietet auf geringer Grundfläche erstaunlich viel Platz. Kein Wunder, dass sie ihn intern liebevoll „Baby-Touareg“ nennen. Okay, er ist mehr Baby als Touareg, aber 475 Liter Kofferraumvolumen sind für ein 4,15 Meter kurzes Auto absolut beachtlich. Dazu kommt (im Gegensatz zum ID. Polo) ein kleiner Frunk, der zumindest Platz fürs Ladekabel und ein paar Utensilien bietet.

(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
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(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Volkswagen)
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(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)

Auch optisch schlägt Volkswagen neue Töne an. Das SUV wirkt klarer, kantiger und erwachsener als die ersten ID-Modelle. Designer Andreas Mindt setzt auf die neue Formensprache „Pure Positive“, die den ID. Cross deutlich selbstbewusster auftreten lässt als seine Vorgänger.

Die Türen werden endlich wieder mit massiven Griffen geöffnet. Im Innenraum zeigt sich, dass Volkswagen auf die Kritik der vergangenen Jahre gehört hat. Je ein Schalter für jeden Fensterheber, eine analoge Bedienleiste für die Klimaautomatik, echte Tasten am Lenkrad, ein richtiger Lautstärkeregler, kein Touchslider mehr – VW kehrt zurück zu alten Bedientugenden.

(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)
(Bild: Volkswagen)

Gleichzeitig zieht Technik aus höheren Fahrzeugklassen ein: Massage-Sitze, Harman-Kardon-Soundsystem oder ein Assistenzsystem, das sogar vor roten Ampeln selbstständig anhält, sind für diese Klasse ungewöhnlich.

Technisch basiert der ID. Cross auf der neuen MEB+-Plattform. Angeboten werden drei Leistungsstufen bis 211 PS und zwei Batterien. Mit der größeren sollen bis zu 436 Kilometer Reichweite möglich sein, geladen wird mit bis zu 105 kW.

Im Einzelnen: Der Basismotor leistet 116 PS und hängt grundsätzlich am 37-kWh-Akku, der sich mit einer maximalen Ladeleistung von 90 kW in 27 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen lässt. Bei der mittleren Motorisierung mit 135 PS hat man die Wahl zwischen 37 und 52 kWh, der Topmotor hat immer die große Batterie. 10 bis 80 Prozent dauert hier nur 24 Minuten.

Die maximale Zuglast des ID. Cross beträgt 1200 kg, die Stützlast 75 kg.
Die maximale Zuglast des ID. Cross beträgt 1200 kg, die Stützlast 75 kg.(Bild: Stephan Schätzl)

Der ID. Cross ist damit weit mehr als nur die SUV-Version des ID. Polo, er tritt absolut eigenständig auf – und mit dem Selbstvertrauen, VW auf die Erfolgsspur zu zerren. Ein Sympathieträger. Und ein Zukunftsträger.

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