In Waffenverbotszone

Streit um Mädchen: Bub (12) sticht auf Freunde ein

Wien
10.07.2026 13:17

Ein junger Syrer (12) wollte sich mit einem Mädchen verabreden. Das passte dem Bruder der Angebeteten überhaupt nicht. Man traf sich zur Aussprache in einem Wiener Park. Da zog der Zwölfjährige ein Messer, verletzte drei Landsmänner (14, 15, 16). Ein Opfer musste notoperiert werden. 

Dramatische Szenen spielten sich am Donnerstagabend um 19.20 Uhr im Wielandpark in Wien-Favoriten ab. Die Grünoase liegt mitten in der Waffenverbotszone. Trotzdem nahm ein junger Syrer sein Messer mit, als er sich mit drei Burschen (14, 15, 16) verabredete. Einer war der Bruder jenes Mädchens, mit dem sich der Zwölfjährige treffen wollte.

Notarzthubschrauber angefordert
Schnell entwickelte sich ein heftiger Streit. Dabei zückte der Verliebte ein Messer und verletzte dabei seine drei Widersacher. Eines der Opfer (15) erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen in der Brust. Sogar der Notarzthubschrauber musste angefordert werden. Der 15-Jährige wurde ins Krankenhaus geflogen und dort notoperiert. Er befindet sich derzeit in stabilem Zustand. 

Die zwei weiteren Opfer erlitten ebenfalls Stich- und Schnittwunden, sie wurden nach der Erstversorgung ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert. 

Die blutigen Szenen spielten sich im Wielandpark ab. Der Bub nahm zum Treffen ein Messer mit.
Die blutigen Szenen spielten sich im Wielandpark ab. Der Bub nahm zum Treffen ein Messer mit.(Bild: Krone KREATIV/Martin Jöchl, stock.adobe.com)
Das Klappmesser wurde sichergestellt.
Das Klappmesser wurde sichergestellt.(Bild: LPD Wien)

Von WEGA-Beamten gestoppt, Klappmessser sichergestellt
Der mutmaßliche Angreifer hatte sofort nach der Tat die Flucht ergriffen. Der Polizei konnte er aber letztlich nicht entkommen: WEGA-Beamte konnten im Zuge einer Sofortfahndung den Flüchtigen bei der Laaer-Berg-Straße anhalten. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Klappmesser, hatte der junge Verdächtige auf der Flucht zwar weggeworfen – es konnte jedoch gefunden und sichergestellt werden. 

Der Unmündige wurde zunächst zur Polizeiinspektion gebracht, anschließend sei er den Obsorgeberechtigten übergeben worden, so die Polizei. Die Ermittlungen laufen.

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