US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit „vollständiger“ Vernichtung gedroht, falls die Iraner einen Mordanschlag auf ihn verüben. 1000 Raketen seien schon vorbereitet, kündigte der US-Präsident an. Inzwischen erklärte der Iran, dass – anders als von Trump behauptet – keine Verhandlungen geplant seien.
„1000 Raketen sind scharf gemacht und auf die Islamische Republik Iran gerichtet“, erklärte Trump am Freitag. „Und Tausende weitere würden unmittelbar folgen“, wenn die Iraner „ihre weltweit geäußerte Drohung wahr machen, den amtierenden Präsidenten der USA – in diesem Fall mich! – zu ermorden oder einen entsprechenden Versuch zu unternehmen.“
Die entsprechenden Befehle seien bereits erteilt worden, schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. „Das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, über einen Zeitraum von einem Jahr – mit der Option auf Verlängerung – sämtliche Gebiete des Iran vollständig zu vernichten und zu zerstören.“
1000 Raketen sind scharf gemacht und auf die Islamische Republik Iran gerichtet.

US-Präsident Donald Trump
Bild: AP/Alex Brandon
Iran soll „konkreten“ Plan haben
Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass der Iran einen „konkreten“ Plan zur Ermordung von Trump habe – davor soll der israelische Geheimdienst die US-Amerikaner gewarnt haben. Das war zwar nicht der Hinweis auf mögliche Attentatspläne, aber die Warnung aus Israel „bezog sich auf ein konkretes Komplott“, berichtete der US-Sender CNN. Trump selbst hatte am Mittwoch gesagt, er sei „Nummer eins auf der Todesliste“ der Iraner.
Teheran: Keine Verhandlungen geplant
Ein baldiges Kriegsende scheint in weiter Ferne: Trump hatte behauptet, dass die Iraner um Verhandlungen mit den USA gebeten hätten, davon wollen die Iraner aber nichts wissen. Man habe keine Gespräche angestrebt, sondern lediglich dem Besuch eines katarischen Vermittlers zugestimmt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, dem staatlichen TV zufolge. Trump hatte erklärt, die USA hätten Gesprächen zugestimmt, nachdem der Iran darum gebeten habe.
USA drohen schwere Konsequenzen an
Um die Straße von Hormuz herrscht seit Kriegsbeginn viel Gerangel. Die USA fordern jetzt , dass sich der Iran zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormuz bekennt. Die iranische Führung solle öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran keine Handelsschiffe angreife, schrieben mehrere US-Medien unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Sollte der Iran dem nicht bis Samstag zustimmen, werde es schwere Konsequenzen geben, drohte einer der Beamten.
Zweifel an Atom-Deal
Zu den Streitpunkten gehört neben der Straße von Hormuz Irans Atomprogramm. Die US-Regierung halte inzwischen einen Atomdeal mit dem Iran für immer unwahrscheinlicher, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf ranghohe US-Beamte. Unterdessen könnte der Iran eine bekannte Militärforschungsanlage wieder aufbauen. Das lassen Satellitenbilder vermuten, wie das Institute for Science and International Security berichtet. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde wurde dort im Rahmen des iranischen Amad-Programms bis 2003 an Technologien gearbeitet, die für Atomwaffen relevant sein könnten. Iran bestreitet die Existenz des Programms.
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