iCloud im Visier

Apple droht Milliardenprozess in Großbritannien

Digital
23.06.2026 16:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Dem US-Computerkonzern Apple drohen milliardenschwere Schadenersatzforderungen in Großbritannien. Das Competition Appeal Tribunal habe eine Sammelklage gegen die Geschäftspraktiken der Sparte iCloud zugelassen, teilte die Verbraucherschutzorganisation Which? mit.

Nun könnten sich die knapp 40 Millionen britischen Apple-Kunden dem Verfahren anschließen. Den seit 2018 entstandenen Schaden bezifferte Which? auf umgerechnet 3,5 Milliarden Euro.

Die Organisation wirft Apple in der Ende 2024 eingereichten Klage vor, seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen, um Nutzer an seinen Online-Speicher iCloud zu binden. So könnten bestimmte Daten nur dort gespeichert werden. Zudem seien die Betriebssysteme der Geräte darauf ausgelegt, Anwender zur Nutzung von iCloud zu animieren.

Dies behindere den Wettbewerb und treibe die Preise in die Höhe. „Kein Unternehmen, egal wie mächtig es auch sein mag, darf mit dem Missbrauch seiner Marktstellung durchkommen“, sagte Which?-Chefin Anabel Hoult.

Apple war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Kunden würden nicht zur Nutzung von iCloud verpflichtet, viele setzten auf Drittanbieter. Über die Sammelklage wird voraussichtlich ab 2028 verhandelt.

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