
Nach dem Einstieg der Erste Bank baut die Salzburger Sparkasse das Private Banking aus. 6000 Euro-Millionäre im Bundesland und viele Betriebsübergaben sollen der Bank Marktanteile bringen.
Nach der kompletten Fusion der Salzburger Sparkasse mit der Erste Bank im vergangenen August schreitet die Verzahnung der beiden Institute voran. Jetzt stellen Erste Bank und Sparkasse das Private Banking in Salzburg gemeinsam neu auf. Zur Erklärung: Bei dieser Sparte geht es um die besonders vermögenden Bankkunden.
„Wir beschäftigen uns mit Wertpapier-Anlagen von mehr als 500.000 Euro. Das ist bei uns die Einstiegsgrenze“, erklärt Roland Jacubetz, Leiter des Privatebankings der Erste Bank. Und da gibt es in Salzburg einiges zu holen, glauben die Banker. Im gesamten Bundesland gibt es laut Erste rund 6000 Euro-Millionäre. Dazu stehen bis zum Jahr 2034 1800 Betriebsübergaben an. Auch das Erbschaftsvolumen werde sich in den kommenden 15 Jahren fast verdoppeln. Aktuell werden in Österreich jährlich 21,5 Milliarden Euro vererbt.
Konkret sollen potenzielle Kunden eine Dual-Betreuung bekommen. „Auf der einen Seite haben die Kunden ihre Ansprechpartner wie bisher in den Filialen, auf der anderen Seite wird künftig bei Bedarf ein Private Banker für die Vermögensverwaltung zum Beratungsgespräch dazugenommen“, erklärt Maximilian Clary und Aldringen. Er ist Privatkundenvorstand der Erste Bank und kommt selbst aus Salzburg.
Im Bundesland ist Roland Quehenberger neuer Leiter des Private Bankings. Er kommt von der Salzburger Niederlassung der liechtensteinischen LGT-Bank und soll für die Erste Bank und Sparkasse den Marktanteil erhöhen. Besonders die Zielgruppe der Unternehmer will Quehenberger beackern.
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