Die US-Regierung hat Vorwürfe der unrechtmäßigen Vergeltung gegen das KI-Unternehmen Anthropic zurückgewiesen. In einem am Montag (Ortszeit) eingereichten Gerichtsdokument räumte das Justizministerium jedoch ein, dass US-Behörden die Nutzung des Chatbots Claude eingeschränkt hätten.
Dies sei geschehen, nachdem sich das Start-up – krone.at berichtete – Forderungen des Verteidigungsministeriums zur militärischen Nutzung widersetzt hatte.
Das Ministerium forderte ein Bundesgericht in San Francisco auf, die Klage von Anthropic aus verfahrensrechtlichen Gründen abzuweisen, da es sich nicht um eine endgültige behördliche Maßnahme handle.
Das Unternehmen hatte im März gegen US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Peter Hegseth geklagt, nachdem das Pentagon Anthropic als Risiko für die Lieferkette eingestuft hatte. Eine Stellungnahme des Start-ups lag zunächst nicht vor.
Anthropic wollte Schutzmechanismen nicht entfernen
Hegseth hatte die Sperre verhängt, weil sich Anthropic geweigert hatte, Schutzmechanismen zu entfernen, die den Einsatz seiner Künstlichen Intelligenz (KI) für autonome Waffen oder inländische Überwachung verhindern.
Insidern zufolge wurde die Technologie für militärische Operationen im Iran eingesetzt. Eine Richterin setzte die Sperre am 26. März vorläufig aus. Der Rechtsstreit gilt als Test für den Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft und die Kontrolle über KI-Technologien.
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