Studierte Medizinerin

Influencerin blamiert sich mit Fake-Krankheit

Medien
25.07.2026 13:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Medizin-Influencerin Alina Walbrun ist auf einen Streich des YouTubers Marvin Wildhage hereingefallen. Der hatte eine angebliche Krankheit erfunden und „Doc Alina“ im Namen einer ebenfalls erfundenen Pharmafirma eine Werbekampagne angeboten. Die nahm das Angebot an.

Auf Instagram sprach die studierte Medizinerin über das angebliche Krankheitsbild „Postvirale nasale Hypersensibilität“. Die Krankheit gibt es nicht. 

„War irreführend“
Brisant: Walbrun erklärte in ihren Beiträgen, sie kenne die Diagnose bereits aus dem Medizinstudium. Später räumte sie einen Fehler ein. Der „Bild“ sagte sie: „Den konkreten Krankheitsbegriff habe ich nicht ausreichend überprüft und später so darüber gesprochen, als sei er mir aus dem Studium bekannt gewesen. Das war falsch und irreführend.“ Auf Instagram folgen ihr fast 300.000 Menschen. 

Hier sehen Sie einen typischen Beitrag der Influencerin:

Einnahmen sollen gespendet werden
Walbrun erklärte außerdem, sie habe sich vom professionellen Auftreten der vermeintlichen Firma und den medizinisch plausibel klingenden Symptomen täuschen lassen. Für die Aktion soll sie 3800 Euro erhalten haben. Die Einnahmen aus der Aktion will sie an „Ärzte ohne Grenzen“ spenden.

Auch die Ludwig-Maximilians-Universität München reagierte auf den Fall. Unter dem Video von Marvin Wildhage schrieb die Hochschule: „Alina Walbrun ist nicht mehr am LMU-Klinikum tätig. Wir distanzieren uns von unwissenschaftlichen Aussagen, die den Grundsätzen einer evidenzbasierten Medizin widersprechen.“

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