Per Funk ausgelesen

Diese Gemeinde erkennt Rohrbrüche im Vorbeifahren

Salzburg
26.07.2026 08:00

Seit gut einem Jahr wird in der Salzburger Seengemeinde Mattsee fleißig getauscht: Denn die bisherigen manuellen Wasserzähler werden auf elektronische ausgewechselt. Das bringt zahlreiche Vorteile für den Ort und deren Bewohner mit sich. Künftig sollen im Vorbeifahren Probleme erkannt werden ...

Rund 1300 mechanische Wasserzähler wurden in der Gemeinde Mattsee auf elektronische umgestellt. „Wir arbeiten seit dem letzten Jahr daran und haben jetzt bereits 96 Prozent umgestellt“, sagt Bürgermeister Michael Schwarzmayr (SPÖ).

Vorteile gibt es dadurch gleich mehrere. Lecks, Rohrbrüche oder ständig laufendes Wasser kann schneller als bisher aufgespürt werden. „Die Verbrauchsdaten lassen sich durch Funk auslesen“, erklärt Bauhofleiter Georg Handlechner und fügt hinzu: „Wir müssen einfach mit dem Fahrzeug durch die Straßen fahren und bekommen die Daten.“ Einzig die jährliche Ablesung muss wie bisher durchgeführt werden.

Ab dem Oktober sollen die Fahrten durch die Gemeinde beginnen. „Unser Ziel ist es quartalsmäßig die gesamte Gemeinde zu erfassen“, so Handlechner. Eventuelle Schäden könnten so früh erkannt werden und nicht erst bei der Jahresablesung.

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Fast alle Zähler sind bereits umgestellt. Falls es zu Auffälligkeiten beim Wasserverbrauch kommt, können wir die Bewohner kontaktieren. 

Bürgermeister Michael Schwarzmayr

Wie berichtet, ist es bei mehreren Häusern im Bundesland durch unentdeckte Wasserrohrbrüche zu horrenden Nachzahlungen für die Bewohner gekommen.

In Mattsee können mit dem System aber auch kleinere Wasserfresser aufgedeckt werden. „Das kann eine rinnende Toilette oder ein undichtes Überdruckventile bei einem Boiler sein“, erklärt der Ortschef. Er sieht die geplanten Fahrten auch als Service für die Bevölkerung um im Fall der Fälle Bewohner auf einen möglichen Schaden hinzuweisen. „Das spart am Ende Geld und auch Wasser.“ 

Wie berichtet, kämpft auch die Flachgauer Gemeinde teils mit den niedrigen Wasserständen in den Brunnen und hat die Bürger auch schon zum Wassersparen aufgerufen.

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