Durch das NS-Terrorregime wurde das jüdische Leben im Burgenland praktisch ausgelöscht. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrten nur sehr wenige Vertriebene und Überlebende des Holocausts wieder in ihre alte Heimat zurück.
Bereits aus dem 13. Jahrhundert gibt es schriftliche Aufzeichnungen, dass sich erste Jüdinnen und Juden auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes ansiedelten. Nach Vertreibungen im 16. und 17. Jahrhundert aus den österreichischen Ländern und auch aus den ungarischen Städten begann in Westungarn/Burgenland ein blühendes jüdisches Leben.
Bei der Volkszählung 1934 bekannten sich 3632 Bewohner des Burgenlandes zum jüdischen Glauben. Das prosperierende Leben in den jüdischen Gemeinden endete jäh im Jahre 1938 mit der NS-Machtübernahme. Aufgrund der systematischen Verfolgung, Beraubung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung existierte ab dem Sommer 1938 im Burgenland kein jüdisches Leben mehr.
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