Valentina Höll lieferte bei ihrem Heimweltcup in Leogang eine Machtdemonstration ab. Die Pinzgauerin gewann das Downhill-Rennen souverän und feiert erstmals in ihrer Karriere drei Siege in Folge. Das alles passierte vor den Augen von Bayern-Trainer Vincent Kompany.
Was für eine Machtdemonstration von Valentina Höll! Die Downhill-Queen raste in Leogang souverän zum Heimsieg, hatte am Ende 3,8 Sekunden Vorsprung auf Marine Cabirou (Fra). „Es war brutal anstrengend. Ich habe gewusst, ich muss richtig Gas geben, damit ich eine Chance habe. Ich kann es noch immer nicht fassen, dass ich gewonnen habe“, schnaufte Höll im Ziel, das aufgrund der vielen Fans zum Tollhaus wurde, durch.
Bauchweh vor Heimrennen
Erstmals in ihrer Karriere gewann sie drei Rennen in Folge. Von Statistiken hält die amtierende Weltmeisterin aber nichts: „Daheim Rennen zu gewinnen ist einfach das Schönste.“ Dabei geht‘s ihr körperlich zuhause meistens schlecht. „Ich habe jedes Jahr extrem Bauchweh. Also wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich nicht unbedingt daheim Rennen fahren. Aber wenn es hinhaut, ist es das coolste Erlebnis, das man haben kann.“
Kompany live dabei
Einer der Zuschauer war Bayern-Trainer Vincent Kompany. Der Belgier befindet sich gerade mit seiner Familie auf Urlaub im Pinzgau und ließ sich den Weltcup gemeinsam mit seinen zwei Söhnen nicht entgehen. Dabei hatten er sowie die weiteren Fans im Gegensatz zu den Tagen davor eine große Portion Wetterglück. Denn pünktlich zum großen Finaltag der Downhill-Asse schaute die Sonne vorbei.
Wegen fanatischer Fans fast gestürzt
Finn Iles (Kan) krönte sich zum Sieger bei den Herren. Der Schladminger Andreas Kolb (Teamkollege von Vali Höll bei Commencal) landete nur auf Rang 15. Bei den Junioren gewannen der Neuseeländer Jonty Williamson bzw. die Vorarlbergerin Lina Frener. „Ein unbeschreibliches Gefühl, zuhause zu gewinnen“, sagte sie über ihren zweiten Weltcupsieg. Die Stimmung war für sie überwältigend: „Ich bin reingefahren und die Leute haben meinen Namen so geschrien, dass es mich fast erschreckt hat und ich fast geflogen wäre. Unbeschreiblich.“ Vorjahressiegerin Rosa Zierl musste wegen einer ausgekugelten Schulter passen.
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