Beliebter Adria-Strand

In diesem Urlaubsparadies gilt nun Sicherheitszone

Ausland
13.06.2026 15:45

Wie die „Krone“ zuvor berichtete, ist es im Adria-Badeort Jesolo zu mehreren Gewalt-Ausschreitungen gekommen. Deshalb wurden jetzt rote Sicherheitszonen errichtet. Diese sollen Einheimische und Touristen schützen und treten ab sofort in Kraft.

Nach mehreren Schlägereien und Ausschreitungen zwischen Jugendgruppen, sogenannten „Maranza“, greift der italienische Urlaubsort nun durch. Personen mit Vorstrafen oder solche, die durch ihr Verhalten die öffentliche Sicherheit oder die städtische Ordnung beeinträchtigen könnten, können aus diesen Bereichen des Stadtzentrums verwiesen werden.

Minderjährige bekriegen sich
Die Entscheidung wurde im Provinzkomitee für öffentliche Ordnung und Sicherheit getroffen und ist eine Reaktion auf die zunehmende Zahl von Gewaltvorfällen im Badeort. Dort kam es innerhalb der letzten zwei Wochen zu zwei größeren Schlägereien, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt waren. Die erste ereignete sich am frei zugänglichen Strand, die zweite in einem Wohnviertel hinter dem Stadion. In beiden Fällen nahmen die Ermittlungsbehörden umgehend Untersuchungen auf. Der Polizeichef von Venedig verhängte bereits erste einjährige Aufenthaltsverbote gegen identifizierte Beteiligte.

Weitere Auseinandersetzungen vor Lokalen
Hinzu kamen weitere Auseinandersetzungen vor Lokalen, bei denen alkoholisierte Jugendliche aneinandergerieten. Zudem wurden vor wenigen Tagen zwei Minderjährige Opfer eines Raubüberfalls. Zwei Tatverdächtige konnten kurz nach der Tat festgenommen werden.

Jugendkriminalität nimmt in Jesolo derzeit überhand.
Jugendkriminalität nimmt in Jesolo derzeit überhand.(Bild: Krone-Collage/stock.adobe.com null, Screenshot/TikTok)

Gruppen organisieren sich über Social Media
Die Zusammenrottungen der Jugendlichen finden über Social Media, oft TikTok, statt. Die Opfer der Gangs sind meist zwischen 14 und 20 Jahre alt. Die Handy-Kamera läuft meistens mit und die Videos landen im Netz, um die Opfer noch zusätzlich zu demütigen.

Mehr Sicherheit durch rote Zonen
Bereits zuvor hatte die Präfektur zusätzliche Polizeikräfte für die Sommersaison angefordert und die Kontrollen in besonders sensiblen Bereichen wie dem Busbahnhof verstärkt. Ziel ist es nach Angaben der Behörden, Einwohnern und Touristen die sichere Nutzung öffentlicher Räume zu gewährleisten und die Präsenz der Sicherheitskräfte sichtbar zu erhöhen.

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