Jener Mühlviertler, der am 15. April an Linzer Südbahnhofmarkt einen Securitymann lebensbedrohlich verletzt hatte, ist laut Gutachten schwer krank und nicht zurechnungsfähig. Von ihm gehe weiterhin eine Gefahr aus.
Mit einer Axt im Rucksack machte sich am 15. April – wie ausführlich berichtet – ein 30-Jähriger aus Ulrichsberg mit dem Bus am Weg Richtung Linz. Er wollte in der Raiffeisenlandesbank am Südbahnhofmarkt in Linz eine Goldmünze verkaufen. Einem Security-Mitarbeiter fiel die Axt im Rucksack des Mannes auf und er hatte den 30-Jährigen im Blick.
„War wütend und genervt“
Das war offenbar der Auslöser für die brutale Attacke. Der 30-Jährige fühlte sich durch das Beobachten „wütend und genervt“, holte die Waffe aus seinem Rucksack und ging damit auf den 40-jährigen Linzer los. Der Mann versuchte noch vergeblich über den Markt zu flüchten. Vor einem Restaurant schlug der Mühlviertler mehrmals auf sein unschuldiges Opfer ein. Nur dank couragierter Augenzeugen, die den Schläger vertrieben, dürfte der Sicherheitsmann den Angriff überlebt haben. Der Täter zeigte sich bei seinen Einvernahmen geständig und gab an, den Tod des Mannes in Kauf genommen zu haben.
Seit Jahren auffällig
Nun liegt das fertige psychiatrische Sachverständigengutachten des Mannes bei der Staatsanwaltschaft Linz vor. Laut Einschätzungen leidet der 30-Jährige an einer paranoiden Schizophrenie. Die Sachverständige kommt deshalb zu dem Entschluss, dass der Mann zum Zeitpunkt der Tat nicht zurechnungsfähig war. Ihren Ausführungen zufolge habe der Axt-Schläger seit Jahren Auffälligkeiten gezeigt, die zunehmend bedenklicher geworden seien. Es sei auch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu befürchten, dass er in absehbarer Zukunft wieder schwere Straftaten begehen könnte. Sie empfahl daher die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum.
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