George Russell hat sich am Samstag mit der Poleposition in Spanien im WM-Kampf der Formel 1 zurückgemeldet. Der Mercedes-Pilot holte sich im Qualifying knapp vor Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton (+0,064 Sek.) den ersten Startplatz für den Großen Preis von Barcelona-Katalonien am Sonntag (15.00 Uhr/ORF 1, Sky). WM-Leader Kimi Antonelli belegte im zweiten Mercedes den dritten Platz (+0,319) vor Weltmeister Lando Norris (+0,322) im McLaren und Red-Bull-Star Max Verstappen (+0,342).
„Es ist schön, wieder den Groove zu spüren“, funkte Russell zufrieden an die Box, nachdem er zuletzt in zwei Grands Prix hintereinander nach einem Ausfall und einer harten Strafe ohne Punkte geblieben war. Nun peilt der Brite seinen zweiten GP-Erfolg in diesem Jahr nach dem Auftaktsieg in Melbourne an. „Es war bis jetzt ein großartiges Wochenende“, betonte der 28-Jährige wenig später. „Bis jetzt habe ich kein Glück gehabt, aber jetzt fühlt sich alles viel besser an.“ Für Russell war es die dritte Pole in diesem Jahr, für Mercedes die 150. in der F1-Historie.
Mercedes gegen Hamilton
Russell erwartet ein „interessantes Rennen“ am Sonntag, besonders der am Start flotte Ferrari von Hamilton könnte auf der langen Strecke zur ersten Kurve für einen spannenden Rennbeginn sorgen. Der Rekordweltmeister steht erstmals seit seinem Wechsel zur Scuderia im Vorjahr in der ersten Startreihe. „Es fühlt sich großartig an. Es wird ein guter Kampf morgen, wir haben ein Rennen“, sagte Hamilton, mit sechs Siegen Rekordsieger auf der Strecke in Montmelo nahe Barcelona.
Teenager Antonelli steht am siebenten Rennwochenende der Saison indes erstmals nicht in der ersten Startreihe. „Ich hatte noch nicht so das Gefühl im Auto“, sagte der 19-jährige Italiener, der aber positiv auf den Rennsonntag blickt. Hinter Russell und Hamilton war das Spitzenfeld eng beisammen. Verstappen, der in Barcelona vor zehn Jahren seinen ersten Sieg gefeiert hatte, fehlte nicht viel auf Antonelli. Teamkollege Isack Hadjar war als Sechster vor Vorjahressieger Oscar Piastri (McLaren) ebenfalls in Schlagdistanz. Charles Leclerc hingegen versenkte seinen Ferrari im finalen Qualifying-Abschnitt nach einem Fahrfehler in der Streckenbegrenzung und sorgte für eine längere Unterbrechung.
Hier das Ergebnis:
Alsonso enttäuscht
Eine Enttäuschung erlebte Lokalmatador Fernando Alonso, der mit seinem Aston Martin vom 22. und letzten Startplatz ins erste von zwei Heimrennen in Spanien gehen wird. In Monaco hatte der 44-Jährige in der Vorwoche als Zehnter noch den ersten Punkt für sein Team in dieser Saison geholt. Im September ist die Motorsport-Königsklasse erstmals in Madrid zu Gast.
In der WM-Gesamtwertung führt Antonelli, der seinen sechsten Grand-Prix-Sieg in Serie anpeilt, bereits 66 Punkte vor Hamilton. Russell liegt weitere zwei Zähler zurück.
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