Karate ist ein asiatischer Kampfsport, der eine wunderbare Möglichkeit bietet, sowohl Körper als auch Geist zu trainieren. Man kann damit aber nicht nur viel für Gesundheit und Wohlbefinden tun, Karate ist auch eine Lebensschule. „Krone“-Fitnessexperte Philipp Jelinek hat sich den Sport näher angesehen.
Ursprünglich stammt Karate von der Insel Okinawa in Japan und entwickelte sich aus Selbstverteidigungstechniken, die über Generationen weitergegeben wurden. Heute gibt es verschiedene Stilrichtungen wie Shotokan, Goju-Ryu oder Wado-Ryu, die sich in Technik, Tempo und Philosophie unterscheiden, aber alle einem gemeinsamen Prinzip folgen: der Verbindung von Körper und Geist.
Alfred Mikulka, Karate Legende, 6.Dan in Goju-Ryu, lebt diesen Sport seit 45 Jahren, seinerzeit als Athlet und seit über 30 Jahren als Trainer und Gründer von Karate Wien. Besonders am Herzen liegen ihm die Kinder, das sieht und spürt man an der Begeisterung der Kids. Aber nicht nur die Jüngsten, auch alle anderen Altersgruppen sind mit vollem Eifer dabei.
Das Spezielle an Karate ist die Kombination aus Präzision, Kontrolle und innerer Haltung. Schläge und Tritte werden nicht wahllos ausgeführt, sondern mit Disziplin, Technik und Respekt. Trainiert werden dabei nahezu alle Muskelgruppen – Beine, Rumpf, Schultern und Arme -, ebenso wie Koordination, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Gleichzeitig stärkt Karate das Herz-Kreislauf-System und verbessert die Körperhaltung.
Doch der größte Gewinn liegt oft im Mentalen. Karate fördert Konzentration, Selbstdisziplin und Selbstvertrauen. Man lernt, mit Herausforderungen umzugehen, ruhig zu bleiben und sich selbst besser einzuschätzen. Das eigene Körpergefühl verbessert sich deutlich: Bewegungen werden bewusster, kontrollierter und effizienter.
Gerade Kinder profitieren enorm. Sie lernen Respekt, Regeln einzuhalten und entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein. Gleichzeitig werden Motorik und Aufmerksamkeit geschult – Fähigkeiten, die auch im Alltag und in der Schule helfen. Erwachsene wiederum nutzen Karate oft als Ausgleich: Stressabbau, mentale Stärke und körperliche Fitness stehen hier im Vordergrund.
Karate zu erlernen, ist ein Prozess. Erste Grundlagen kann man relativ schnell erlernen, doch die wahre Tiefe entwickelt sich über Jahre. Genau das macht den Reiz aus: Es ist kein schneller Erfolg, sondern ein Weg, der mit jedem Training ein Stück weitergeht.
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