Rote, geschwollen Stellen außen, pochende Schmerzen innen: Was sich im Körper abspielt, wenn sich inflammatorische Prozesse, also Entzündungsvorgänge, entwickeln, und warum wir sie manchmal gar nicht bemerken.
Hängt an einem Wort Ihrer Krankheitsdiagnose die Endung „-itis“, so ist damit immer ein entzündliches Geschehen gemeint. So bezeichnet zum Beispiel eine Arthritis eine Gelenkentzündung (im Gegensatz zu Arthrose, Abnützung). Rheuma etwa kann mit und ohne Entzündung einhergehen. Bei manchen Leiden liegen „stille“ Entzündungen vor (Diabetes Typ 2, Adipositas – Bauchfett – , kardiovaskuläre Erkrankungen). Leider sind die Auslöser nicht immer gleich klar ersichtlich.
Gefährliches Bauchfett
Was man allerdings herausgefunden hat: das viszerale Fett, also der „Bauchspeck“, sendet permanent Entzündungssignale aus, die abnorm veränderten Fettzellen werden vom Immunsystem als „Feinde“ betrachtet und bekämpft.
Es handelt sich um ein komplexes immunologisches Geschehen, fachlich als Inflammation bezeichnet, das von Fall zu Fall unterschiedliche Ausprägungen annimmt. Während akute Entzündungen, etwa in Gelenken, oft so schmerzhaft sind, dass man ohnehin gleich ärztliche Hilfe benötigt, können diese stillen Entzündungen über einen längeren Zeitraum bestehen. Ungewöhnliche Müdigkeit, Schlafstörungen, Krankeitsgefühl, Appetitstörungen bzw. Verdauungsprobleme können ein Hinweis sein. Hier ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.
Das Immunsystem reagiert rasch
Laut Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung reagiert der Körper, besser gesagt das Immunsystem, im Akutfall dabei auf Infektionen, Verletzungen des Gewebes oder schädliche Substanzen. Entdeckt die Immunabwehr beispielsweise Mikroorganismen, verlassen Proteine und weiße Blutkörperchen die Blutbahn und wandern zur betroffenen Gewebestelle. Dort töten Neutrophile, die zu den weißen Blutkörperchen gehören, die „Feinde“ ab. In einem nächsten Schritt beseitigen Fresszellen des Immunsystems die abgetöteten Erreger.
Infektion, Verschleiß oder Reibung?
Anders verhält es sich bei Entzündungen, die aufgrund von Verschleiß bzw. Reibung entstehen. Das macht sich in den Gelenken in Form von Schwellungen, Hitzegefühl, Schmerzen und Bewegungsstörungen (Steifigkeit) bemerkbar.
Auch Gefäßwände können sich entzünden. Hierbei liegt eine seltene Erkrankung, Vaskulitis, zugrunde. Häufiger kommen Beschwerden wie Ödeme, Druckschmerzen oder Hautkribbeln aber von Venenerkrankungen bzw. undichten Venenklappen. Dementsprechend fallen nach ärztlicher Abklärung die Therapiemaßnahmen aus.
Bei leichten Entzündungen der Haut , etwa bei kleinen Wunden, nach Insektenstichen, bei Kratzern etc. Bereich desinfizieren, steril abdecken. Achten Sie auf Eiterbildung, pochende Schmerzen, heiße, sehr druckempfindliche Stellen.
Bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie nach Stürzen ohne offene Wunden betroffene Stelle kühlen und mit abschwellenden Salben behandeln.
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