Jetzt ist es offiziell: Der Abgang von Dompfarrer Toni Faber ist bestätigt – und damit steht fest, dass der wohl bekannteste Geistliche des Landes den Stephansdom in absehbarer Zeit verlassen wird. Doch die Entscheidung ist nur der erste Schritt eines längeren kirchlichen Umbruchs, dessen Details noch nicht vollständig feststehen.
Wie die „Krone“ zuerst berichtete, geht Faber in Pension. Und auch aus kirchlichen Kreisen verdichten sich die Hinweise, dass die Weichen bereits gestellt sind – auch wenn im Hintergrund noch über seine künftige Rolle innerhalb der Erzdiözese Wien verhandelt wird.
Pension mit Ansage aus der Erzdiözese
Nun bestätigte auch der Erzbischof Josef Grünwidl selbst gegenüber dem „Kurier“ die Pensionierung des Dompfarrers.
Demnach soll der Abschied im Juli 2027 mit Erreichen des 65. Geburtstags erfolgen. Laut „Kurier“ habe Grünwidl betont, es habe „gute Gespräche“ gegeben und Faber habe dem Zeitplan zugestimmt.
Rekordamtszeit am Stephansdom
Im Zusammenhang mit dem Abschied verweist die Kirchenleitung auch auf Fabers außergewöhnlich lange Amtszeit. Der Dompfarrer habe damit das Amt so lange ausgeübt, wie noch niemand vor ihm. Gleichzeitig betont die Erzdiözese, dass der Schritt nicht zwingend einen kompletten Rückzug bedeutet.
Faber soll weiterhin im Bereich der Seelsorge rund um den Stephansplatz tätig bleiben. Intern wird weiter über seine konkrete künftige Funktion gesprochen.
Faber will Priester bleiben
Faber selbst zeigt sich gelassen und will weiterhin aktiv bleiben. Gegenüber dem „Kurier“ stellte er klar, er bleibe „mit Leib und Seele Priester“. Er sehe seine Zukunft vor allem in einer vermittelnden Rolle zwischen Kirche, Gesellschaft und Kultur und wolle weiterhin „im Dienst am Menschen“ wirken.
Wie genau die künftige Struktur rund um den Stephansdom aussehen wird und welche Rolle Faber darin konkret einnimmt, ist derzeit noch offen.
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