Vor einem Jahr stürmte Lilli Tagger mit dem Juniorinnen-Titel bei den French Open auf die große Tennisbühne. Ein Jahr später darf sie am Sonntag dort, inzwischen als Top-100-Spielerin, ihre Grand-Slam-Premiere feiern. „Ich kann kaum erwarten, dass es losgeht“, ist Taggers Vorfreude riesig.
Bei der Rückkehr nach Roland Garros, da seien natürlich im Kopf die Momente vom Vorjahr hochgekommen. „Das sind so tolle Erinnerungen“, lächelt die 18-Jährige, die aber den Fokus in erster Linie nur nach vorne richten will. Auf Sonntag, 11 Uhr, wenn sie auf Court 9 gegen die Weltranglisten-32. Wang Xinyu aus China ihr erstes Grand-Slam-Match absolvieren wird.
„Es war im letzten Jahr mein großes Ziel, dass ich heuer hier dabei sein werde“, sagt Tagger, die seither auf der großen Tour Fuß gefasst hat, seit einigen Wochen sogar schon in den Top 100 steht, daher eben auch fix für das Hauptfeld der French Open qualifiziert war. Und damit auch mehr ins Visier der Gegnerinnen geraten ist. „Mittlerweile kennen mich mehrere Spielerinnen etwas besser, da hatte ich es am Anfang noch etwas leichter“, weiß die Osttirolerin.
Jüngste Debütantin seit Paszek
Natürlich feilt Tagger, die Österreichs jüngste Grand-Slam-Debütantin seit Tamira Paszek 2007 ist, selbst unermüdlich daran, ihr Spiel weiterzuentwickeln. „Das ist immer das Hauptziel, daher ist für mich sogar das Ergebnis weniger wichtig“, meint Lilli, die zuletzt vor allem an ihrer Vorhand gearbeitet hat. „Wir haben den Grip etwas umgestellt, damit das eine noch größere Waffe wird.“
Zudem arbeitet Lilli, die ihn Paris von ihrem Trainergespann Francesca Schiavone und Lorenzo Frigerio sowie einem Fitnesstrainer betreut wird, vor allem an der mentalen Spielvorbereitung und dem Matchplan. „Das Schöne ist, dass es noch einige Sachen gibt, die ich dazulernen kann.“
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