Mehr Inhalt, weniger Schlagzeilen wünscht sich die Volkspartei Oberösterreich von NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr. Der Ressortchef solle „endlich über Inhalte im Schulunterricht statt ständig über neue Strukturen reden“, sagt Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger im Gespräch mit der „Krone“.
Angesichts der Vorschläge von Bildungsminister Wiederkehr zur Verlängerung der Volksschule auf sechs Jahre fordert die Oberösterreichische Volkspartei eine stärkere Konzentration auf inhaltliche Fragen im Bildungsbereich statt laufender Strukturdebatten. Anlässlich des bevorstehenden Pfingstfestes spricht sich Hiegelsberger dafür aus, die Vermittlung von Werten und gesellschaftlichen Grundlagen stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Kinder, die vom Religionsunterricht abgemeldet werden, sollen verpflichtend einen Ethikunterricht besuchen müssen – und zwar bereits ab der Volksschule.
„Wir diskutieren im Bildungsbereich ständig über neue Strukturen und Modelle, wie etwa eine sechsjährige Volksschule. Stattdessen müssen wir in der Bildungspolitik mehr darüber reden, was im Klassenzimmer vermittelt wird und was man fürs Leben lernt“, betont Hiegelsberger. Gerade rund um die vielen christlichen Feiertage wie Pfingsten oder das anstehende Fronleichnamsfest werde sichtbar, wie wichtig gemeinsame Werte, Traditionen und kulturelle Grundlagen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt seien.
Kinder sollen Sprache und Regeln lernen
„Schule muss auch Orientierung, Werte und Grundlagen für das Zusammenleben vermitteln. Kinder sollen unsere Sprache, unsere Regeln und die Grundlagen unseres Zusammenlebens kennenlernen. Dafür braucht es eine bewusste und durchgängige Wertevermittlung ab dem Kindesalter“, so Hiegelsberger.
Kritisch sieht die OÖVP, dass derzeit viele Kinder, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, über Jahre hinweg überhaupt keinen strukturierten Werteunterricht erhalten. „Es kann nicht sein, dass Kinder zwar vom Religionsunterricht abgemeldet werden, aber erst ab der 9. Schulstufe Ethikunterricht vorgesehen ist. Wer sich vom Religionsunterricht abmeldet, soll künftig automatisch verpflichtend Ethikunterricht besuchen – und zwar schon in der Volksschule und Mittelschule“, fordert Hiegelsberger.
Klare Regeln in Oberösterreich
Oberösterreich habe in mehreren Bereichen bereits klare Regelungen geschaffen. So wurde im Landtag heuer die gemeinsame oberösterreichische Hausordnung beschlossen. In den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen des Landes ist zudem gesetzlich verankert, dass traditionelle Feste und regionales Brauchtum vermittelt werden.
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