Skurriler Auftritt
Mutter ausgesetzter Kinder sang bei Haftvorführung
Der Fall um die ausgesetzten Kinder in Portugal nahm bei der Haftvorführung skurrile Ausmaße an: Als die Mutter Marine R. (41) zum Gericht gebracht wurde, begann diese wie eine Operndiva zu singen. Ihr Lebenspartner stieß beim Gang zum Haftrichter Liebesschwüre aus.
Das französische Paar hatte zwei Söhne der Beschuldigten im Alter von drei und fünf Jahren auf einer Straße zwischen Alcácer do Sal und Comporta ausgesetzt. Kurz darauf wurden sie beim Mittagessen in einem Café festgenommen. Nun wurden die beiden einem Haftrichter vorgeführt, der entscheiden sollte, ob Untersuchungshaft angeordnet werden soll.
Beschuldigter rief: „Ich liebe euch“
Das Paar hatte sich schon bei der Festnahme unkooperativ gezeigt. Dieses Verhalten behielten sie bei dem Termin bei: Als der Stiefvater Marc B. (55) aus dem Transporter geführt wurde, rief er zweimal „Ich liebe euch“ auf Französisch. Wen er damit meinte, blieb unklar. Als wenig später die 41-jährige Mutter zur Tür des Gerichts schritt, sang sie dabei.
In diesem Beitrag ist der skurrile Auftritt des Paares zu sehen:
Die beiden verbrachten schließlich mehrere Stunden beim Richter. Sie müssen sich wegen häuslicher Gewalt, Aussetzung und Vernachlässigung von Kindern verantworten.
Bei der Mutter handelt es sich um eine Französin, die im Elsass wohnte und als Sexualtherapeutin tätig war. Der 55-jährige Partner war früher als Polizist tätig, ehe er gefeuert wurde. Zudem soll er laut „Bild“ das Sorgerecht für seine leibliche Tochter verloren haben, weil von ihm „erhebliche psychische Belastungssituation im familiären Umfeld“ ausgehe. 2010 sei er wegen häuslicher Gewalt gegen seine damalige Ehefrau verurteilt worden.
Beschuldigter wurde aus Polizeidienst entlassen
Bisher hatte Marine R. das Sorgerecht über die beiden Buben und der Vater ein Besuchsrecht, wie die französische Zeitung „Dernières Nouvelles d‘Alsace“ unter Berufung auf den Staatsanwalt von Colmar im Elsass, Jean Richert, berichtete. Der leibliche Vater habe die Mutter und die Kinder bei der Polizei in Colmar als vermisst gemeldet, dort hatte man sich auch schon Sorgen gemacht, weil die Buben nicht mehr in den Kindergarten gekommen waren. In Frankreich sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Aussetzung Minderjähriger eingeleitet worden, berichtete „Le Parisien“.
Einem Autofahrer waren die Kinder am Dienstag weinend und allein an einer abgelegenen Landstraße nahe Alcácer do Sal, rund 60 Kilometer südöstlich von Lissabon, aufgefallen. Der Mann kümmerte sich um sie und verständigte die Polizei. Nach Angaben portugiesischer Medien sollen die Brüder erst wenige Tage zuvor mit der Mutter und dem Stiefvater eingereist sein. Nach einer Fahndung wurden Mutter und Stiefvater am Donnerstag festgenommen.









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