Ab dem 40. Lebensjahr

Andropause: Auch Männer kommen in den Wechsel

Gesund Konkret
11.05.2026 06:30

Nicht nur bei Frauen verändert sich der Hormonhaushalt. Die Andropause beim Mann steht für den schrittweisen Abfall des Testosterons. Typische Symptome wie Müdigkeit, Libidoverlust, Stimmungsschwankungen oder Muskelabbau können bei „ihm“ ab dem 40. Lebensjahr auftreten.

Viele Männer ahnen es nicht: Auch sie durchlaufen mit zunehmendem Alter hormonelle Veränderungen. Die sogenannte Andropause beschreibt den langsamen Rückgang des Testosteronspiegels, der meist ab dem 40. bis 50. Lebensjahr spürbar wird. Anders als bei Frauen verläuft dieser Prozess schleichend, aber er kann dennoch deutliche körperliche und psychische Auswirkungen haben.

Was dabei im Körper passiert
Mit zunehmendem Alter sinkt die Testosteronproduktion, während gleichzeitig mehr Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG) gebildet wird. Dadurch steht weniger aktives Testosteron zur Verfügung – mit Folgen für viele Körperfunktionen, von Muskelkraft über Stimmung bis zur Sexualität. Die Veränderungen setzen über die Jahre ein und werden anfangs oft als Stress abgetan.

Die Andropause beginnt beim Mann meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, erste hormonelle ...
Die Andropause beginnt beim Mann meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, erste hormonelle Veränderungen können aber schon ab etwa 35 auftreten.(Bild: Krone KREATIV/Icons Stock Adobe)

Typisch sind ein nachlassendes sexuelles Verlangen, erektile Schwierigkeiten, weniger Energie, Müdigkeit, Muskelabbau und mehr Körperfett. Viele Männer reagieren in dieser Phase empfindlicher auf Belastungen. Das wiederum kann sich in Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder depressiven Verstimmungen zeigen.

Auch der Schlaf leidet: Einschlaf- oder Durchschlafprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten sind keine Seltenheit. Manche berichten zudem von Hitzewallungen oder vermehrtem Schwitzen. Beschwerden, die man sonst eher aus den weiblichen Wechseljahren kennt, die aber ebenso Teil der Andropause sein können.

Bewusster Umgang hilft
Regelmäßige Bewegung, besonders Krafttraining, steigert Energie, stabilisiert die Stimmung und wirkt dem Muskelabbau entgegen. Eine ausgewogene Ernährung, guter Schlaf und Stressreduktion unterstützen zusätzlich.

Gleichzeitig lohnt sich eine medizinische Abklärung, um festzustellen, ob tatsächlich ein Testosteronmangel vorliegt oder andere Faktoren die Beschwerden verstärken. Bei eindeutigem Mangel kann eine hormonelle Therapie infrage kommen, immer unter ärztlicher Kontrolle.

Auch die emotionale Seite spielt eine große Rolle: Offene Gespräche mit der Partnerin/ dem Partner, Freunden oder anderen Betroffenen können enorm entlasten und helfen, die Veränderungen besser einzuordnen. Wer darüber spricht, nimmt Druck raus und merkt schnell, dass er nicht allein ist.

Am meisten profitiert das „starke“ Geschlecht, wenn es in Bewegung bleibt, sich Unterstützung holt und die Signale von Körper und Seele nicht „wegwischt“, sondern ernst nimmt.

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