Kein Ende des Krieges

Antwort der Mullahs für Trump „inakzeptabel“

Außenpolitik
11.05.2026 06:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tagelang wurde in Teheran über die Vorschläge der USA zu einer Beendigung des Iran-Krieges beraten. Nun haben die Mullahs geantwortet. Sie sprechen von „überzogenen Forderungen“ von US-Präsident Donald Trump und wollen einer „Aufforderungen zur Kapitulation“ nicht zustimmen.

Der Iran fordert hingegen laut Angaben von Staatsmedien ein Ende des Kriegs an allen Fronten sowie die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten. Die Führung in Teheran will laut Staatsmedien auch die volle Souveränität über die Straße von Hormuz sowie ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte erreichen. Keine Rolle spielte in der Antwort demnach der Streit über das iranische Atomprogramm.

Archivbild aus dem Jahr 2025: Irans Präsident Masoud Pezeshkian (2. v. rechts) bei der ...
Archivbild aus dem Jahr 2025: Irans Präsident Masoud Pezeshkian (2. v. rechts) bei der Besichtigung von iranischer Nukleartechnologie, die bei der Atomenergiebehörde des Landes ausgestellt ist(Bild: AFP/Photo by Iranian Presidency / AFP)

Trump: „Ich mag ihre Antworten nicht“
Trump bezeichnet die iranische Antwort auf das jüngste Angebot als „völlig inakzeptabel“. Dem Nachrichtenportal „Axios“ sagte er, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. „Ich mag ihre Antwort nicht“, sagte Trump, ohne auf den Inhalt des Briefes einzugehen. Er ließ offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.

Katar: „Straße von Hormuz darf kein Druckmittel sein“
Katar warnte unterdessen den Iran davor, die Straße von Hormuz als Druckmittel in den laufenden Verhandlungen mit den USA zu nutzen. Die Krise werde sich nur verschärfen, wenn Teheran die Meerenge als „Druckmittel“ einsetze, sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi nach Angaben aus Doha in einem Telefonat. Die Freiheit der Schifffahrt sei als Prinzip „nicht verhandelbar“, sagte Katars Ministerpräsident dem katarischen Außenministerium zufolge.

Pakistan vermittelt im Iran-Krieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund. Katars Ministerpräsident hatte sich nach Informationen des US-Portals Axios am Samstag mit US-Außenminister Marco Rubio und dem Sondergesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff, getroffen, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs zu erreichen.

Tanker mit Flüssigerdgas durfte Blockade passieren
Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges vor über zwei Monaten hat indes ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar unbehelligt die Straße von Hormuz passiert. Das Schiff war am Sonntag auf dem Weg nach Pakistan, wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Insidern zufolge hatte Iran die Durchfahrt des Tankers als vertrauensbildende Maßnahme genehmigt.

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