Nach dem Derby-0:2 gegen die Austria wurden Rapids Spieler von den Fans gnadenlos aus dem eigenen Stadion gepfiffen. Es fällt schwer, von einem weiteren Tiefpunkt zu sprechen, aber der derart hilflose Auftritt machte sprachlos. Eine Kolumne von „Krone“-Reporter Rainer Bortenschlager.
„Wir hatten viel Ballbesitz, aber keinen Tiefgang“, stellte sich Jannes Horn den unangenehmen Interviews. Für den Deutschen doppelt bitter: Er schied nach Reinhold Ranftls Foul mit einer Knieverletzung aus. Heute muss er zur MRT-Untersuchung – für ihn ist die Saison wohl vorbei. Noch vor dem drohenden Play-off: „Das haben wir uns selbst eingebrockt“, so Horn.
Dabei war Rapid mit zwei Siegen in die Meistergruppe gestartet, schien der Titel-Traum kein reines Luftschloss zu sein. Doch danach wurden nur fünf von 21 Punkten geholt. Der Schnitt in der 15-Spiele-Ära von Johannes Hoff Thorup liegt bei 1,27 Punkten. Inklusive Cup-Aus. Ernüchternd. Natürlich wäre eine Trainer-Diskussion jetzt auch wieder schwachsinnig, aber gegen defensive Gegner bleibt Rapid mit dem „neuen“ System überfordert. Tempo, Wucht, Wille, Ideen – einfach alles fehlte, um Chancen zumindest zu erzwingen.
So setzte es die siebente Heimpleite in der Saison – das passierte Rapid zuletzt vor 20 Jahren! Dazu kein Derbysieg: „Nicht zu verstehen. Der Stachel sitzt tief“, gab Sportchef Markus Katzer zu. Horn sprach es klarer aus: „Das ist eine Katastrophe.“
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