Dreieinhalb Stunden von Gmünd nach Wien: Der traurige „Zeit-Rekord“ eines Bahnkunden, der so einiges über mangelnde Ortskenntnisse („Wo ist denn hier der Bahnhof?“) der Busfahrer und absolut verfehltes Zeitmanagement bei Anschluss-Verbindungen erzählen kann. Die ÖBB bestätigen das und haben bereits Nachschulungen von Bus und auch Personal getätigt.
Über den angekündigten Einsatz neuer Zuggarnituren, über den die „Krone“ berichtet hat, kann bei den Benutzern der Franz-Josefs-Bahn derzeit keine Freude aufkommen. Schienenersatzbusse sorgen bei ihnen für Ärger. Wie ein Leser berichtet, liegen die Fahrzeuglenker, die aufgrund eines Baustellenabschnittes zwischen Absdorf-Hippersdorf im Bezirk Tulln und Sigmundsherberg im Bezirk Horn eingesetzt werden, sowohl mit den Strecken als auch dem Zeitplan arg im Clinch – „schon seit dem ersten Tag des Baustellenbetriebes.“
Buslenker mit Fahrgästen finden die Stationen oft gar nicht gleich
Der Frust unter den Pendlern wird deutlich, wenn sie sich in einem Forum austauschen: Satte dreieinhalb Stunden soll die Fahrt eines Bahnkunden von Gmünd nach Wien gedauert haben. „Es gibt leider immer noch fortlaufende Probleme“, berichtet der „Krone“-Leser, der die Strecke als Pendler nutzt.
Mangelndes Zeitmanagement
„Das geht so weit, dass schon durchgesickert ist, dass Buslenker offenbar nicht genug instruiert worden sind und die an zufahrenden Stationen manchmal gar nicht finden“, macht ein Bahnkunde seinem Ärger Luft. Deswegen und auch durch mangelndes Zeitmanagement der Lenker könnten die Fahrzeiten des Busersatzverkehrs leider noch immer nicht eingehalten werden, heißt es weiter. Die Folge: Anschlusszüge werden verpasst, die Fahrzeit verlängert sich. Besonders ärgerlich: Oft fahren die Zuggarnituren den Menschen sozusagen vor der Nase davon, auch wenn der Bus die Station bereits anfährt.
Lenker-Nachschulungen für Strecke und Zeitplan
Auf Anfrage bestätigt die ÖBB alle Kritikpunkte: „Dafür gibt es keine Ausrede, wir entschuldigen uns.“ Die Ursache sei auch bekannt: „Ersatzverkehr ist betrieblich komplex, da hier mehrere Systeme – Bahn- und Busverkehr – ineinandergreifen müssen. Und der Zugtakt ist zeitlich auch sehr eng“, argumentiert man. Es sei bereits, sowohl hinsichtlich der Streckenführung als auch der zeitlichen Koordination, eine Nachschulung von Fahrern und Personal erfolgt.
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