Trockene Haut

Im Frühling erwacht auch die Neurodermitis

Gesund Konkret
28.04.2026 10:00

Temperaturschwankungen, Schweiß, Kontakt mit Allergenen und Umweltbelastungen verursachen bei Menschen mit der Hautkrankheit Neurodermitis vermehrt Schübe. Umso wichtiger ist es jetzt, die Hautbarriere gezielt zu stärken und typische Trigger zu vermeiden. Was hilft!

In der Armbeuge hat sich ein entzündetes Ekzem gebildet, die Haut am Hals juckt und ist auch schon etwas aufgekratzt, an den Unterschenkeln und in den Kniekehlen sieht die Haut dick, ledrig und rissig aus. Kein erfreulicher Anblick und außerdem für Betroffene auch sehr unangenehm. Es könnte jemand Angst haben, sich anzustecken, es könnte sich jemand abgestoßen fühlen oder fragen, um welches Hautleiden es sich handelt. . .

So gestaltet sich der belastende Alltag für Neurodermitis-Patienten. Die Hautkrankheit beruht auf einer gestörten Hautbarriere und ist nicht ansteckend und tritt in Schüben auf. Es sind mehr Kinder als Erwachsene betroffen.

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Was passiert bei Neurodermitis?

Neurodermitis, auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt, beruht auf einer gestörten Hautbarriere, deren natürliche Schutzfunktion damit wegfällt. Die Feuchtigkeit in der Haut kann nicht gehalten werden, Trockenheit entsteht. Entzündungen, Ekzeme, rissige, gerötete Stellen treten auf. Umwelteinflüsse durch reizende Stoffe, Staub, Chemikalien, Allergenen usw. führen zusätzlich zu Belastungen. Oft gesellen sich daher zur häufig auftretenden Hautkrankheit – fünf Prozent der Gesamtbevölkerung und 15 Prozent der Kinder sind laut MedUni Wien betroffen – Allergien dazu. Die Folge ist eine chronische Entzündung, die in Schüben verläuft. Die Gründe für das Auftreten sind mannigfaltig und nicht immer klar auszumachen. Es liegt eine genetische Komponente vor: Sind beide Eltern erkrankt ist das Risiko drei- bis fünffach erhöht, dass auch die Kinder Neurodermitis entwickeln. Hat ein Elternteil eine atopische Erkrankung, erhöht sich das Risiko auf das Zwei- bis Dreifache.

Vor allem im Frühling sind die Auslöser für vermehrtes Auftreten gegeben, was noch mehr psychischen Drück erzeugt. Denn eigentlich wollen wir nun vermehrt rausgehen, die schöne Zeit genießen, uns verlieben und Spaß haben.

In der Pollensaison kommt es bei Menschen mit Neurodermitis oft vermehrt zu Schüben mit Juckreiz ...
In der Pollensaison kommt es bei Menschen mit Neurodermitis oft vermehrt zu Schüben mit Juckreiz und Entzündungen.(Bild: africa-studio.com (Olga Yastremska and Leonid Yastremskiy))

Der Hauptwunsch Betroffener laut aktueller Umfragen: Mehr Information der Bevölkerung darüber, dass der äußere Zustand der Haut nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat, Neurodermitis nicht ansteckend ist und mehr Verständnis dafür, dass es einem damit oft nicht gut geht.

Auf die richtige Pflege kommt es an

  • Produkte mit einem hohen Anteil an rückfettenden Wirkstoffen, z.B. Jojobaöl, verwenden
  • Urea, Harnstoff oder Glycerin sind natürliche Feuchthaltefaktoren und verhindern Austrocknung, Bisabolol (Kamillenextrakt) lindert Entzündungen.
  • PH neutrale Reinigungsmittel für Hände und Körper erhalten den Hydro-Lipid-Film.
  • Duft- und Farbstoffe meiden.
  • Mindestens zweimal täglich konsequent mit sauberen Händen eincremen, vor allem immer nach dem Duschen
  • Eher lauwarm als heiß und höchstens 10 Minuten duschen bzw. baden.
  • Bei Juckreiz können kühle, feuchte Umschläge helfen. Juckreizstillende Wirkstoffe sind in der Apotheke erhältlich. Lipide bzw. Ceramide „kitten“ die Hautbarriere.
  • Bekleidung: Grobe Stoffe und Wolle können die Haut reizen. Aber auch Kunstfaser ist oft ungeeignet, da man darunter leichter schwitzt. Baumwolle, Seide, locker verarbeitetes Gewebe bevorzugen. Die Bekleidung sollte nicht zu eng am Körper anliegen und Luft an die Haut lassen.
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