Wenige Tage nach einem Treffen des Anthropic-Chefs Dario Amodei mit hochrangigen Regierungsvertretern kann sich der KI-Entwickler wieder Hoffnungen auf Staatsaufträge machen. „Wir hatten gute Gespräche“, sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag dem TV-Sender CNBC. Das Start-up befinde sich „auf einem guten Weg“. Er sei offen für einen Deal.
„Sie sind sehr schlau und können von großem Nutzen sein“, sagte Trump weiter. Vorerst werde seine Regierung jedoch KI-Modelle anderer Anbieter nutzen. Vor einigen Wochen hatte Trump Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic untersagt. Zudem stufte das US-Verteidigungsministerium das Unternehmen als Sicherheitsrisiko ein.
Vorausgegangen war ein Streit über den Einsatz der Anthropic-KI in Waffen. Das Start-up weigerte sich, Sicherheitsvorkehrungen zu entfernen, und forderte Garantien, seine KI nicht für vollständig autonome Waffen oder zur Massenüberwachung im Inland einzusetzen. Anthropic kündigte Klage gegen die Entscheidung der US-Regierung an. Das US-Militär nutzt inzwischen die Technologie des Anthropic-Erzrivalen und ChatGPT-Entwicklers OpenAI.
Trumps versöhnliche Töne kommen für Anthropic zu einem kritischen Zeitpunkt. Das Unternehmen strebt ebenso wie OpenAI an die Börse. Einem Medienbericht zufolge wollen einige Investoren vorher noch bei Anthropic einsteigen. Bei einer solchen Finanzierungsrunde würde sich die Bewertung im Vergleich zu Februar auf 800 Milliarden Dollar verdoppeln. Anthropic lehne diese Geldspritzen bisher aber ab.
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