Streit mit Influencer

Promi-Anwältin prüft Anzeige gegen Außenministerin

Innenpolitik
13.06.2026 05:30

Der Streit zwischen dem umstrittenen Influencer und Aktivisten „VeniCraft“ und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger eskaliert weiter. Nachdem der Wiener wegen seiner teils heftigen Angriffe auf die NEOS-Chefin und deren Nahost-Politik beim Staatsschutz gelandet war, schlägt nun seine Anwältin zurück.

Der Konflikt zwischen dem Influencer und Internet-Aktivisten „VeniCraft“ und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger geht in die nächste Runde. Wie die „Krone“ berichtet hatte, wurde der Wiener aufgrund seiner wiederholten und teils scharf formulierten Kritik an Israels Vorgehen im Gaza- und Iran-Krieg sowie seiner Angriffe auf die Ministerin an die Sicherheitsbehörden gemeldet.

Nach Angaben des Außenministeriums entsprach das Vorgehen den gesetzlichen Vorgaben. Für den Schutz von Regierungsmitgliedern und anderen verfassungsmäßigen Einrichtungen seien die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) sowie deren Landesämter zuständig. Wiederkehrende, potenziell herabwürdigende Äußerungen würden daher routinemäßig an die zuständigen Behörden zur Prüfung übermittelt. Dort werde beurteilt, ob strafrechtliche Relevanz oder eine mögliche Gefährdung vorliegt.

Nun meldet sich jedoch die Anwältin des Influencers zu Wort. „Es hat nie eine Drohung oder Ähnliches gegen die Ministerin gegeben“, sagt Promi-Anwältin Astrid Wagner gegenüber der „Krone“. Ihr Mandant habe zwar scharfe Kritik geäußert, strafrechtlich relevante Drohungen seien jedoch nie ausgesprochen worden.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger versus Influencer „VeniCraft“
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger versus Influencer „VeniCraft“(Bild: Eva Manhart/“VeniCraft“)

Anzeige gegen Ministerin geplant
Besonders kritisch sieht Wagner die Einschaltung des Staatsschutzes. „Dass sich eine Ministerin beleidigt fühlt und deshalb auf Steuerzahlerkosten eine Behörde einschaltet, halte ich für nicht gerechtfertigt“, sagt die Juristin. Sie habe daher bereits Schritte eingeleitet, um den Vorgang rechtlich prüfen zu lassen.

Die Anwältin geht noch einen Schritt weiter: „Ich lasse prüfen, ob wir uns da nicht bereits im Bereich des Amtsmissbrauchs bewegen.“ Sollte sich dieser Verdacht erhärten, wolle sie auch eine entsprechende Anzeige gegen Meinl-Reisinger einbringen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung