Ausgelaugt, erschöpft

Was hat Frühjahrsmüdigkeit mit Ernährung zu tun?

Der Frühling ist da, und wir fühlen uns oft müde und antriebslos. Meist liegt es an der Zeitumstellung und der Anpassung des Körpers, aber nicht nur. Was auch dahinterstecken kann und welche Energiebooster uns wieder fit und aktiv machen, erklärt Abnehmcoach Ursula Vybiral. 

Viele fühlen sich genau jetzt müde, schwer und antriebslos. Die Konzentration lässt nach, der Kreislauf spielt verrückt, und statt Energie ist oft eher Trägheit da. Ein Grund dafür liegt in der Anpassung im Körper selbst. Mehr Licht verändert den Hormonhaushalt, der Kreislauf passt sich an. Dazu kommt für viele noch ein zusätzlicher Faktor: die Umstellung auf die Sommerzeit.

Mini-Jetlag durch Zeitumstellung
Eine Stunde weniger Schlaf klingt nach wenig, wird vom Körper aber oft deutlich gespürt. Der gewohnte Rhythmus gerät durcheinander, man ist abends später müde, morgens schwerer wach, und genau diese Verschiebung kann sich über Tage oder sogar Wochen ziehen. Gerade in Kombination mit der ohnehin stattfindenden Umstellung im Frühling verstärkt das bei vielen das Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung.

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Um im Alltag wieder Energie aufzubauen, braucht es keine radikale Umstellung. Oft reichen kleine Anpassungen, die dem Körper wieder mehr Stabilität geben.

Ursula Vybiral, „easy eating“

Doch nicht alles lässt sich auf die Uhr oder die Jahreszeit schieben. Ein entscheidender Teil liegt im Alltag und damit auch in der Ernährung. Gerade nach dem Winter sind viele Gewohnheiten noch präsent: schwerere Mahlzeiten, weniger Bewegung, unregelmäßiges Essen. Gleichzeitig entsteht oft der Wunsch, jetzt „leichter zu essen“ oder vielleicht sogar bewusst weniger zu essen. Genau hier entsteht häufig ein Ungleichgewicht.

Geben Sie dem Körper, was er braucht!
Viele essen tagsüber zu wenig, zu unregelmäßig oder das Falsche und wundern sich dann über Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Heißhunger am Nachmittag. Der Körper bekommt nicht das, was er braucht, um stabil Energie zu liefern. Stattdessen schwankt der Blutzucker stärker, die Leistungsfähigkeit sinkt, und es entsteht genau dieses typische Gefühl von „ich komme heute nicht richtig in die Gänge“.

Weniger Sättigung durch Snacken
Ein weiterer Punkt ist das sogenannte Nebenbei-Essen. Schnell ein Kaffee, dazu ein kleiner Snack, später vielleicht noch etwas Süßes, aber keine echte Mahlzeit und schon gar keine Struktur. Das führt oft dazu, dass zwar Energie aufgenommen wird, aber keine echte Sättigung entsteht. Der Körper bleibt in einer Art Dauerunruhe, statt in stabile Phasen von Energie und Ruhe zu kommen.

Auf den Blutzuckerspiegel achten
Auch die Zusammensetzung der Mahlzeiten spielt eine Rolle. Wenn diese sehr kohlenhydratlastig sind und wenig Eiweiß, Fett oder Ballaststoffe enthalten, steigt der Blutzucker schnell an und fällt ebenso schnell wieder ab. Genau das verstärkt Müdigkeit und Leistungstiefs. Was viele überrascht: Gerade in Phasen, in denen man sich müde fühlt, hilft es oft nicht, weniger zu essen, sondern besser und strukturierter zu essen.

Regelmäßige Mahlzeiten
Der Körper braucht klare Signale. Regelmäßige Mahlzeiten, die wirklich sättigen, helfen ihm, Energie gleichmäßiger bereitzustellen. Gute Mahlzeiten bestehen nicht nur aus „leicht“, sondern aus einer sinnvollen Kombination: Eiweiß, hochwertige Kohlenhydrate, gesunde Fette, Ballaststoffe und ausreichend Volumen. Genau das sorgt dafür, dass Energie nicht nur kurz da ist, sondern bleibt.

Laufen Sie der Müdigkeit davon
Auch Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Gerade bei Frühjahrsmüdigkeit ist Bewegung oft das, worauf man am wenigsten Lust hat und gleichzeitig genau das, was am meisten hilft. Frische Luft, Tageslicht und leichte Aktivität bringen den Kreislauf in Schwung und unterstützen den Körper bei der Umstellung, auch nach der Zeitumstellung.

Tipps
Was kann helfen, um wieder stark durchzustarten

Regelmäßige Mahlzeiten statt Dauer-Snacken
Der Körper braucht klare Essphasen und klare Pausen. Drei gute Mahlzeiten am Tag bringen mehr Energie als viele kleine Snacks zwischendurch. Sie sorgen für echte Sättigung und stabilere Energie. „Stabile Mahlzeiten bringen mehr Energie als ständiges Snacken.“

Mahlzeiten, die wirklich tragen
Eine gute Mahlzeit besteht nicht nur aus schnellen Kohlenhydraten. Eiweiß, gesunde Fette und Ballaststoffe helfen, den Blutzucker stabil zu halten und länger leistungsfähig zu bleiben.

Nicht „weniger essen“, sondern ausgewogener essen
Gerade im Frühling entsteht oft der Druck, leichter oder weniger zu essen. Müdigkeit ist aber häufig ein Zeichen dafür, dass dem Körper etwas fehlt – nicht, dass er zu viel bekommt.

Rhythmus nach der Zeitumstellung wiederfinden
Nach der Umstellung auf die Sommerzeit hilft es, dem Körper wieder klare Zeiten zu geben: regelmäßig essen, möglichst zur gleichen Zeit schlafen gehen und tagsüber Licht tanken. Das unterstützt die innere Uhr bei der Anpassung. „Nicht zu viel Essen macht müde, sondern das falsche Timing.“

Bewegung als Energie-Booster nutzen
Auch wenn es Überwindung kostet: Ein Spaziergang, frische Luft oder leichte Bewegung helfen oft schneller aus dem Tief als der nächste Kaffee. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und wirkt direkt auf das Energiegefühl. Wer müde ist, braucht Bewegung und nicht mehr Ruhe.

Frühjahrsmüdigkeit ist also selten nur ein „Problem des Körpers“. Sie ist oft ein Zusammenspiel aus Umstellung, Schlaf, Gewohnheiten und Alltag. Und genau deshalb lässt sich auch etwas daran verändern.

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