Vegetarische Challenge

Schaffe ich es, eine Woche kein Fleisch zu essen?

Hühnergeschnetzeltes, Tafelspitz oder Schweinsmedaillons – ich gebe zu, ich esse gerne Fleisch. Nicht jeden Tag, auch keine großen Mengen, und ich achte auf Bio-Qualität und Herkunft. Mein Plan: Ich möchte einmal eine Woche lang auf Fleisch und Wurst verzichten. Das kann doch nicht so schwer sein, oder?

Doch was bringt es mir eigentlich, wenn ich auf Fleisch und insbesondere auf verarbeitete Fleischprodukte verzichte? Fleisch enthält zum Beispiel viel Cholesterin, das sich negativ auf die Blutgefäße auswirkt. Wurstwaren sind zusätzlich reich an Salz und Zusatzstoffen, die ebenfalls nicht gerade gesundheitsfördernd sind.

Stark verarbeitetes Fleisch wird auch mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs (vor allem rotes Fleisch) und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht. Die Weltgesundheitsorganisation stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein. 

Wenn ich also darauf verzichte, nehme ich automatisch weniger ungesundes Fett und Salz zu mir. Positiver Effekt: der Blutdruck kann sinken, die Blutfettwerte verbessern sich und so ist auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Ich tue also etwas für meine Gesundheit. Natürlich nicht in einer Woche, aber ich hoffe ja, dass ich meine Ernährung dann auf Dauer umstellen kann.

Außerdem kann man mit Fleischverzicht auch die Ressourcen schonen. Für die Produktion von einem Kilogramm Fleisch werden ein Vielfaches an Wasser und pflanzlichen Futtermitteln benötigt als für den direkten Anbau pflanzlicher Lebensmittel. Da auch die Fischproduktion negative Auswirkungen auf die Umwelt hat (z. B. Überfischung), werde ich auch keinen Fisch essen.

Pflanzenkost als Hauptmahlzeit
Die oben genannten Effekte sind auf jeden Fall eine gute Motivation, zu probieren, auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Aber worauf muss ich dabei achten? Wichtig ist, mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte zu konsumieren, raten Ernährungsexperten. Bohnen, Linsen, Erbsen und Nüsse sorgen dafür, dass der Körper trotzdem ausreichend mit Proteinen versorgt wird.

Durch Gemüse und Vollkornprodukte erhält man nicht nur reichlich Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch die Aufnahme von Ballaststoffen steigt. Das kann unter anderem die Darmflora positiv beeinflussen und die Verdauung verbessern.

 

Ich bin schon gespannt, wie ich auf die Ernährungsumstellung reagiere. Bin  ich nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten aufgebläht? Werde ich ohne Fleisch auch lange genug satt sein? Kann ich auf den Genuss meiner Lieblingspeisen wirklich verzichten? Die nächsten Tage werden es zeigen. Also, los geht’s.

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