Trotz schwieriger Wirtschaftslage steigerten kleine und mittlere Unternehmen aus Österreich ihre Verkäufe über Amazon. Im Jahr 2025 erwirtschafteten sie über 730 Millionen Euro. Besonders der Export in über 150 Länder wuchs kräftig. Ein Großteil dieser Unternehmen kommt aus ländlichen Regionen.
Österreichs Klein- und Mittelbetriebe (KMU) haben im Jahr 2025 über Amazon Waren im Wert von mehr als 730 Millionen Euro verkauft. Das wurde in einer Präsentation des Unternehmens mit Unterstützung der Wirtschaftskammer (WKO) bekannt gegeben. Besonders stark entwickelte sich der Export: Die Ausfuhren stiegen um sechs Prozent auf 641 Millionen Euro. Seit 2020 bedeutet das ein Wachstum von über 45 Prozent. Insgesamt wurden im Vorjahr mehr als 20 Millionen heimische Produkte in über 150 Länder und Gebiete verschickt.
Blick in die Bundesländer
Die meisten dieser erfolgreichen Unternehmen sind nicht in der Hauptstadt beheimatet. Über drei Viertel der KMU, die auf Amazon verkaufen, haben ihren Sitz in den Bundesländern. Sie erwirtschafteten gemeinsam einen Exportumsatz von über 440 Millionen Euro. In absoluten Zahlen führt Wien mit 198 Millionen Euro. Das größte prozentuale Wachstum erzielte jedoch das Burgenland mit einem Plus von 42 Prozent, gefolgt von der Steiermark (+30 %) und Niederösterreich (+21 %).
EU als Hauptmarkt und lokale Aktionen
Der EU-Binnenmarkt ist für die Firmen entscheidend. 83 Prozent des Exportvolumens (533 Mio. Euro) wurden innerhalb der EU erzielt.
Zur Unterstützung investierte Amazon 2025 rund 265 Mio. Euro in Österreich und senkte die Gebühren für Verkäufer. Um heimische Produkte sichtbarer zu machen, gibt es bis 2. Juni einen Pop-up-Store in der Wiener Mariahilfer Straße 117. Dort präsentieren über 60 heimische Firmen ihre Waren. Auch Toni Polster unterstützt die Sichtbarkeit heimischer Produkte in seinem eigenen Shop.