Ermittlern ist ein Schlag gegen zwei der weltweit größten Schadprogramme für Computer gelungen. In einer international abgestimmten Aktion mit Strafverfolgungsbehörden aus Kanada und den USA konnte weltweit verteilte technische Infrastruktur der beiden Botnetze Aisuru und Kimwolf abgeschaltet werden.
Ein Botnetz vernetzt mit Schadsoftware infizierte Computer, Smartphones oder etwa Router, die von Cyberkriminellen ferngesteuert werden. Die beiden nun abgeschalteten Schadprogramme stellten aufgrund ihrer Größe und damit einhergehenden Angriffskapazität „eine erhebliche Bedrohung für IT-Infrastrukturen“ dar, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden in Deutschland am Freitag mitteilte.
Die Strafverfolger identifizierten zudem zwei mutmaßliche Administratoren. Auf die Beschuldigten kämen nun rechtliche Konsequenzen zu. Deren Wohnorte in Deutschland und in Kanada wurden demnach durchsucht. Umfassende Beweismittel seien beschlagnahmt worden, darunter Datenträger und Kryptowährungen im fünfstelligen Bereich.
Mehrmonatige Ermittlungen
Dem Aisuru-Botnetz wird ein Zusammenschluss aus mutmaßlich mehreren Millionen mit Schadsoftware infizierten Geräten zugerechnet. In direktem Zusammenhang damit steht den Angaben zufolge das Kimwolf-Botnetz. Auch dieses umfasse mehrere Millionen infizierte Geräte, überwiegend Android-Fernsehboxen. Dem internationalen Schlag gegen die Schadprogramme gingen mehrmonatige Ermittlungen voraus.
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