Eine Erfolgsgeschichte

Bestseller in Ö: Das waren 30 Jahre Skoda Octavia

Motor
04.03.2026 06:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Škoda Octavia war vergangenes Jahr zum fünften Mal Österreichs meistverkauftes Auto. 2026 feiert der praktische Tscheche mit VW-Genen einen runden Geburtstag: Er blickt auf 30 erfolgreicher Jahre zurück.

Mehr als 7,6 Millionen Kunden aus aller Welt haben sich seit seinem Debüt für eine der vielfältigen Modellversionen der Octavia-Familie entschieden – in über 60 Ländern. Allein in Österreich sind über vier Generationen bis dato mehr als 208.000 Octavia abgesetzt worden. Seine Kombination aus überdurchschnittlichem Raumangebot, modernen Antrieben und Sicherheitsmerkmalen zu einem attraktiven Preis stand Pate für alle weiteren Baureihen und Modellgenerationen der Marke.

(Bild: Skoda)

Seit 1996 der Produktionsbeginn der modernen Ausgabe des Škoda Octavia unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns erfolgte, bildet dieses Modell einen Eckpfeiler des Unternehmens und ist seither der Bestseller der Marke. Jede der vier Generationen wurde mit innovativen Technologien des Wolfsburger Mutterkonzerns ausgestattet, um die Standards in Sachen Sicherheit, Konnektivität und Effizienz weiter zu erhöhen. Die vierte Generation setzt diese Erfolgsformel fort und kombiniert zeitlos-modernes Design, herausragende Geräumigkeit und Praktikabilität, Effizienz und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Der Bestseller von Škoda in Zahlen
Der Octavia bleibt auch 2025 mit 190.300 weltweit ausgelieferten Einheiten das meistverkaufte Modell von Škoda. Die aktuelle vierte Generation, die seit 2020 auf dem Markt ist, hat kürzlich die Marke von 1.000.000 verkauften Einheiten überschritten. Das Jubiläumsfahrzeug wurde an einen Kunden in der Tschechischen Republik ausgeliefert.

(Bild: Skoda)

Österreichs Nummer 1: der Octavia
Im Jahr 2025 wurden in Österreich 7932 Octavia zugelassen. Damit ist der Octavia Österreichs Nummer 1 und trug zum Rekordmarktanteil (10,6 Prozent) von Škoda in Österreich im vergangenen Jahr wesentlich bei. Zuvor belegte er den Spitzenplatz in der österreichischen Zulassungsstatistik bereits 2019, 2020, 2022 und 2023. Der Combi-Anteil ist traditionell sehr hoch und beträgt rund 95 Prozent. 

Der Octavia ist ein gleichermaßen beliebtes Unternehmer-, wie Familienfahrzeug – in Österreich beträgt der Privatkundenanteil rund 25 Prozent. Fünf Jahre Garantie sind serienmäßig, die Wertbeständigkeit des Octavia zeigt sich nicht zuletzt in überdurchschnittlich hohen Restwerten. Beeindruckend ist auch der Bestand: Es sind noch rund 130.000 Octavia auf Österreichs Straßen unterwegs. Fun Fact aus der Statistik: In 30 Jahren wurden über vier Modellgenerationen gerechnet jeden Werktag rund 28 Octavia in Österreich verkauft.

Markus Stifter, Markenleiter Škoda Österreich: „Der Octavia ist das Herz der Marke und innerhalb unseres Portfolios das volumenstärkste Modell. Er ist auch der Urvater von simply clever – das erste schlaue Detail war der Tickethalter. Heute zählt der Regenschirm zu den bekanntesten simply-clever-Ausstattungen und findet sich mittlerweile auch in vielen anderen Modellen. Diese Details heben das Modell und die Marke aus der Masse heraus und machen es besonders.“

Skoda Octavia 1
Skoda Octavia 1(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)

Erste Octavia-Generation (1996 – 2004)
Zur geschichtlichen Einordnung: Der Ur-Škoda Octavia rollte bereits im Jänner 1959 im Werk Mladá Boleslav vom Band. Nach langer Pause übernahmen ab 1996 die Octavia der neuen Generation das Erbe des ursprünglichen Kompaktmodells. Im Herbst 1996 präsentierte Škoda auf der „Mondial de l’Automobile“ in Paris die erste Generation des neu aufgelegten Octavia. Es war das erste Škoda Modell in der unteren Mittelklasse seit Jahrzehnten und gleichzeitig das erste Modell, das komplett unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns entstand. 

Das unverwechselbare Design und das überdurchschnittliche Platzangebot der Stufenhecklimousine kamen so gut an, dass die Produktion in den Folgejahren verdoppelt wurde. Im März 1998 folgte der noch geräumigere Octavia Combi, den Škoda ab 1999 auch mit Allradantrieb anbot. Diese 4x4-Variante war in Verbindung mit dem TDI-Aggregat unter anderem bei der österreichischen Polizei sehr beliebt. 

1999 erfolgte auch der Einstieg in die oberste Rallyeliga: Der 300 PS starke Škoda Octavia WRC war schnell, robust und zuverlässig. Er erreichte Siege in Wertungsprüfungen, fuhr auf Podiumsplätze (z.B. 3. Platz in der Gesamtwertung der Safari Rallye 2001) und stellte seine Zuverlässigkeit auf den internationalen Rallyepisten vielfach unter Beweis. Damit hat er einen festen Platz in der Geschichte von Škoda Motorsport und prägte das Image der Marke.

(Bild: Skoda)

Bei der Modellpflege der ersten Octavia-Generation im Jahr 2000 nahm der Hersteller optische und technische Modifikationen vor. Ein Jahr später feierte der sportliche Octavia RS mit einem 180 PS starken Turbomotor seine Premiere – er wurde mit 235 km/h Höchstgeschwindigkeit das bis dahin schnellste Serienmodell der Marke. Als Modellversion „Tour“ wurde die erste Generation noch bis 2010 weitergebaut, sodass fast 1,5 Millionen Octavia der ersten Generation entstanden.

Zweite Octavia-Generation (2004 – 2013)
Im März 2004 präsentierte Škoda die zweite moderne Octavia-Generation, die mit frischem Design, noch mehr Kofferraumvolumen und modernster Technik die Erfolgsgeschichte des Vorgängers fortsetzte. Die Motorenpalette wuchs um zwei Selbstzünder und vier Benzinaggregate. Für zusätzlichen Fahrkomfort sorgte eine neue Mehrlenker-Hinterachse. In puncto Sicherheit bot der Octavia serienmäßig ABS mit Bremsassistent, vier Airbags und neue aktive Kopfstützen. 

Skoda Octavia 2
Skoda Octavia 2(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)

Immer größerer Beliebtheit erfreute sich der Octavia Combi - mit bis zu 1620 Litern Gepäckraumvolumen bei umgeklappter Rückbank ein echter Lademeister. 2007 ergänzte die Offroad-Variante Octavia Combi Scout mit Allradantrieb und erhöhter Bodenfreiheit die Modellfamilie. 

2009 folgte das Facelift der zweiten Generation. Zu den Neuerungen zählten Xenonscheinwerfer mit Kurvenlicht und ein Dreispeichen-Multifunktionslenkrad mit Schaltwippen für das Doppelkupplungsgetriebe. 2010 stellte Škoda mit dem Konzeptfahrzeug Octavia Grenn E-Line erstmals einen Octavia mit 85-kW-Elektromotor und 150 Kilometer Reichweite vor. Eine zehn Elektrokombis umfassende Testflotte sammelte wichtige Daten für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Von der zweiten Octavia-Generation liefen bis 2013 mehr als 2,5 Millionen Einheiten vom Band.

Dritte Octavia-Generation (2013 – 2019)
Basierend auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Volkswagen-Konzerns feierte die dritte Generation des Octavia im Dezember 2012 Weltpremiere. Die Limousine wie auch der Kombi machten in jeder Hinsicht einen großen Sprung nach vorne. Das zeitlos-elegante Design, üppige Platzverhältnisse mit bis zu 1740 Liter Ladevolumen, viele „Simply Clever“-Details und innovative Technik sorgten für Mittelklassequalitäten zum Preis eines Kompaktwagens.

Skoda Octavia 3, hier als Scout
Skoda Octavia 3, hier als Scout(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)

Neu im Programm waren Ottomotoren mit Direkteinspritzung und DSG, Komfortausstattungen wie das schlüssellose Zugangs- und Start-Stopp-System Kessy, adaptiver Abstandsassistent, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung, Canton-Soundsystem und modernste Infotainmentsysteme. 2013 folgten die Ausstattungsvarianten RS und Scout, ein Jahr später kamen die besonders luxuriöse Laurin&Klement-Version und der Octavia G-TEC mit Erdgasantrieb hinzu. 

Im Februar 2017 schärfte Škoda das Profil der dritten Octavia-Generation mit einer umfassenden Überarbeitung. Das Angebot umfasste fortan zum Beispiel Voll-LED-Scheinwerfer, erweiterte Assistenzsysteme und die mobilen Online-Dienste Škoda Connect für ein umfangreiches Konnektivitätsangebot. Von der dritten Octavia-Generation fertigte das Unternehmen über 2,6 Millionen Exemplare.

Weltrekord-Octavia: „Catch the arrow“
Der von Škoda Österreich aufgestellte Weltrekord rund um den Pfeil – dem zentralen Logo-Bestandteil von Škoda -, sorgte für weltweites Echo. Das denkbar unmögliche Vorhaben im Detail: Ein Pfeil wird von einer Bogenschützin abgeschossen und von einem fahrenden Auto aus mit bloßer Hand gefangen.

(Bild: Skoda)

Der Pfeil fliegt mit einer Geschwindigkeit von rund 215 km/h beziehungsweise 60 Meter pro Sekunde: Genauso schnell muss das Auto bereits an der Bogenschützin vorbeifahren, damit Fahrzeug und Pfeil auf gleicher Höhe sind und der Fänger überhaupt die Chance hat, den Pfeil zu fangen. Nach einer mehrmonatiger Test- und Planungsphase wurde der Pfeil schließlich nach 57,50 Metern aus dem Panoramaschiebedach eines serienmäßigen Octavia RS 245 gefangen. Der Weltrekord wurde Ende Juli 2018 in Anwesenheit einer Guinness-World-Records-Richterin auf der Start-Landebahn des Fliegerhorstes in Zeltweg (Österreich) realisiert. 

Vierte Octavia-Generation (seit 2019)
2019 fuhr die vierte Modellgeneration des modernen Bestsellers in Prag ins Rampenlicht und präsentierte sich noch geräumiger, sicherer und vernetzter als je zuvor. Die neue Designsprache setzt emotionalere optische Akzente und das neue Innenraumkonzept kombiniert dank der gewachsenen Außenmaße feine Funktionalität, hochwertige Materialien und clevere Detaillösungen mit besonders großzügigen Platzverhältnissen (Kofferraumvolumen Octavia Combi: 640 bis 1700 Liter).

Skoda Octavia, aktuelle Generation
Skoda Octavia, aktuelle Generation(Bild: Skoda)
(Bild: Skoda)

Das nächste Level erreicht der Octavia auch mit seiner vielfältigen Antriebspalette. Neben effizienten Benzin- und Dieselmotoren und dem Erdgasantrieb im Octavia G-TEC stehen erstmals auch ein Plug-in-Hybridantrieb sowie die Mild-Hybridtechnologie (Octavia e-TEC) zur Wahl. Zur erfolgreichen Großfamilie zählen auch die Varianten RS, Sportline und Scout. 

Die Aufwertung der vierten Octavia-Generation der Neuzeit im Jahr 2024 umfasste unter anderem neu gestaltete vordere und hintere Stoßfänger sowie den modifizierten Škoda-Grill. Ebenfalls neu sind die Matrix-LED-Scheinwerfer der zweiten Generation, überarbeitete LED-Heckleuchten mit animierten Blinkern sowie neu kreierte Leichtmetallfelgen. Die neue Angebotsstruktur besteht fortan aus den vier Ausstattungslinien Essence, Selection, Sportline und RS sowie neun Design-Selections für den Innenraum. 

Die Motorenpalette umfasst 1,5-Liter-TSI-Benziner – jeder davon auch mit Mild-Hybridtechnologie – sowie leistungsstarke 2,0-TSI-Benzinaggregate und 2,0-TDI-Turbodiesel. Die Leistungsspanne erstreckt sich von 115 PS bis 265 PS.

Skoda Vision O
Skoda Vision O(Bild: Stephan Schätzl)

Und wie geht es weiter? Die Studie Vision hat einen Ausblick auf einen elektrischen Skoda gegeben – wohl auf einen E-Octavia.

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