In der Nähe des GAK-Trainingszentrums in Graz campieren seit Tagen Roma mit ihren Wohnwagen. Weil ein Kind der Gruppe im Krankenhaus versorgt werden muss, wurde das von der Polizei genehmigt.
In Graz-Weinzödl, gleich neben dem GAK-Trainingszentrum, zieht aktuell eine Wohnwagensiedlung die Blicke auf sich. Etwa 20 Campingwagen stehen auf der Wiese nahe dem Murufer. Schon vor einem Jahr ließen sich dort Roma nieder. Weil es sich um ein Wasserschutzgebiet mit angrenzendem Vogelschutzgebiet handelt, gab es teils heftige Diskussionen und die Gruppe zog dementsprechend rasch weiter.
Diesmal gestaltet sich die Lage etwas anders – das Camp ist seit über einer Woche aufgeschlagen. Der Hintergrund: „Es ist polizeilich bekannt, dass sich dort eine Gruppe niedergelassen hat. Es gibt jedoch eine Vereinbarung, dass diese dort unter den geltenden Auflagen vorerst bleiben darf, weil eines der Kinder aktuell im Krankenhaus versorgt werden muss“, heißt es vonseiten der Pressestelle der Polizei Steiermark.
Wie lange es dauert, bis die Wohnwagen weiterziehen, ist schwer abschätzbar. Verboten ist das Camp nicht unbedingt. Zwar gab es eine Novelle des Landes-Sicherheitsgesetzes, die gegen illegales Campieren vorgeht, jedoch nur, wenn Gemeinden eine entsprechende Verordnung erlassen. Eine solche hat Graz laut letzten Informationen nie ausgestellt. „Solange die Gruppe dort ist, wird immer wieder patrouilliert“, versichert die Polizei.
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