Top-Manager erwartet

Trump-Söhne laden zu Krypto-Konferenz in Florida

Digital
17.02.2026 13:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Söhne des selbst ernannten „Kryptopräsidenten“ Donald Trump veranstalten am Mittwoch eine Konferenz zu Cyberdevisen. In Trumps Golfklub Mar-a-Lago in Florida empfangen Eric und Donald Trump Jr. zahlreiche US-Topmanager und -Regulierer, um über die „Zukunft der Finanzindustrie und Technologie“ zu diskutieren.

Experten sind sich uneins, ob das Treffen einen Interessenkonflikt darstellt. Die Trump-Familie gibt selbst Kryptowährungen aus, während US-Präsident Donald Trump die Regulierung der Branche lockert. „Jeder vernünftige Mensch würde ernsthafte Fragen zur Angemessenheit dieser Veranstaltung haben“, kritisierte Chris Swartz, ein ehemaliger Anwalt im US-Amt für Regierungsethik.

  Als Gastgeber fungieren neben Eric und Donald Jr. auch die Brüder Zach und Alex Witkoff. Ihr Vater Steve Witkoff hat mit den Trump-Brüdern die Kryptofirma World Liberty Financial gegründet. Diese gibt unter anderem die Kryptowährung $WLFI aus, die seit ihrem Handelsdebüt im vergangenen September etwa zwei Drittel ihres Wertes verloren hat. Steve Witkoff ist zudem US-Sondergesandter, der unter anderem im Ukraine-Krieg verhandelt.

Hochrangige Manager erwartet
Auf dem Kryptoforum in Mar-a-Lago sollen unter anderem die Chefs der Investmentbank Goldman Sachs, des Vermögensverwalters Franklin Templeton und die Chefin der Technologiebörse Nasdaq auftreten. Daneben haben sich der Chef der Terminmarkt-Aufsicht CFTC und ein Unterstaatssekretär für Wirtschaftsfragen des US-Außenministeriums angemeldet.

World Liberty zufolge dient die Konferenz dazu, „Beziehungen zu vertiefen und die Dominanz des US-Dollar in der digitalen Wirtschaft zu stärken“. Einen üblichen branchenübergreifenden Dialog als Interessenkonflikt zu bezeichnen, verzerre den Charakter der Veranstaltung.

Es sei nicht ungewöhnlich, dass Wirtschaftsvertreter die Nähe zur Politik suchten, betonte Juraprofessor Andy Grewal von der Universität von Iowa. „Das Präsidentenamt bringt unvermeidliche Interessenkonflikte mit sich. Es liegt an den Wählern zu entscheiden, wer ihrer Meinung nach ethisch damit umgeht und wer nicht.“ Goldman, Franklin, die Nasdaq und die CFTC waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Das US-Außenministerium wies darauf hin, dass es zu den Kernaufgaben des Unterstaatssekretärs gehöre, mit prominenten Wirtschaftslenkern in Kontakt zu bleiben. Eine Sprecherin des Weißen Hauses betonte, dass Präsident Trump seine unternehmerischen Aktivitäten in einer Stiftung gebündelt habe. Da diese von seinen Kindern geführt werde, bestehe kein Interessenkonflikt. Nach Ende seiner Amtszeit hat Präsident Trump jedoch Zugriff auf die Mittel der Stiftung.

Trump-Familie verdient mit Kryptoprojekten
Nach Analysen der Nachrichtenagentur Reuters hat die Trump-Familie seit Amtsantritt von Donald Trump Senior vor etwa einem Jahr rund eine Milliarde Dollar (rund 843,5 Millionen Euro) mit Kryptoprojekten verdient. Der Großteil stammt aus der Beteiligung an World Liberty, das auch die Kryptowährung „USD1“ herausgibt. Deren Kurs ist an den US-Dollar gebunden und mit einem Gesamtvolumen von 5,15 Milliarden Dollar die weltweite Nummer fünf unter den sogenannten Stablecoins.

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