Die Euro-7-Norm tritt heuer in Kraft, erfasst dann erstmals auch Akkus, Reifen und Bremsen – einen Haken hat die Sache aber. Erich Groiss, Technik-Experte des ARBÖ, erklärt in der „Krone“ was auf die Konsumenten zukommt.
Das Verbrenner-Aus für 2035 wurde aufgeweicht, doch der nächste Schritt in diese Richtung findet schon heuer statt: die Euro-7-Norm. In Kraft tritt sie mit 29. November 2026, und zwar für die Typgenehmigung ganz neuer Autos, ein Jahr später für alle Neuzulassungen. Die Hersteller rechnen damit, dass viele Kunden ihren geplanten Autokauf auf heuer vorziehen – denn es wird wohl nicht billiger
Die Limits für Schadstoffe und Grenzwerte für die Emissionen bleiben zwar gegenüber der aktuellen Euro-6-Norm unverändert. „Aber sie gelten nun für alle Autos mit Verbrennungsmotor, also auch Hybride“, erklärt Erich Groiss, Technik-Experte des ARBÖ, „dann werden wohl auch diese nicht mehr ohne Partikelfilter auskommen.“
Der Verbrennungsmotor ist schon ziemlich am Limit. Bei Partikelfiltern sehen wir jetzt schon Probleme wie bei viel Kurzstrecken-Betrieb.

Erich GROISS, Technik-Experte des ARBÖ
Bild: Franz Miedler
Neu ist auch, dass die Hersteller die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte für 160.000 km bzw. 8 Jahre garantieren müssen. Partikel sind auch das Ziel der neuen Limits für Reifen- und Bremsenabrieb. „Diese Grenzwerte sind aber noch nicht bekannt. Möglicherweise geht es zurück Richtung Trommelbremse. Bei den Reifen ist eine Markenbindung zu befürchten, also bestimmte Reifenhersteller für bestimmte Automodelle.“
Skepsis über Akku-Limit
Das zielt auch auf die schwereren Plug-in-Hybride und E-Autos, deren Akkus dann einer Mindesthaltbarkeit unterliegen: 80 Prozent der Original-Kapazität nach fünf Jahren bzw. 100.000 km, 72 Prozent nach 8 Jahren bzw. 160.000 km. „Ich halte die 72 Prozent für zu gering, das bedeutet bei kleineren Akkus schon recht wenig Reichweite“, so Groiss.
Der die Euro-7-Norm einerseits begrüßt, „denn um die Ziele für 2035 zu erreichen, muss etwas getan werden.“ Allerdings: „Der Verbrennungsmotor ist schon ziemlich am Limit. Bei Partikelfiltern sehen wir jetzt schon Probleme wie bei viel Kurzstrecken-Betrieb. Das geht alles auf Kosten der Konsumenten.“
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