Unterschiedliche Inflationsanpassung der Pensionen wirkt sich im Börsel aus – so weit, dass wer viel eingezahlt hat, am Ende der Verlierer ist. Wie das geht, zeigen wir anhand von Beispielen. Die Agenda Austria sieht Österreich damit am Weg zur Einheitspension.
Auch im nächsten Jahr will die Regierung die Senioren zur Kasse bitten, die Pensionen sollen unter der Inflation erhöht werden. Gut möglich, dass es erneut zur „sozialen Staffelung“ kommt: Niedrige Pensionen werden voll oder über Inflation angepasst, höhere Pensionen hingegen darunter.
So etwas widerspricht dem Versicherungsprinzip, denn ins Pensionssystem zahlen Erwerbstätige ein Leben lang ein und beziehen daraus ihre Leistung. Wer aber viel eingezahlt hat, ist am Ende dann der Verlierer.
Ab 3000 Euro wird‘s zum Verlust
Das zeigen Beispiele: Wer jetzt eine Pension von 2000 Euro brutto hat, bekommt um jährlich netto 314 Euro mehr als bei lauter regulären, vollen Inflationsanpassungen seit 2017. Wer aber eine Pension von 4000 Euro brutto hat, steigt pro Jahr netto mit 461 Euro weniger aus – eben weil er immer wieder bei Anhebungen nicht die volle Höhe erhielt.
Agenda Austria: „Sind am Weg zur Volkspension“
Denes Kucsera, Ökonom bei der Agenda Austria sieht Österreich damit am Weg zur „Volkspension“ bzw. Einheitspension. Das Niveau gleicht sich innerhalb der Pensionisten immer mehr an, wenn Bezieher kleiner Pensionen immer ein größeres Plus erhalten und Pensionisten mit mehr Geld durch die Finger schauen. Die Mindestpension rückt so auch immer näher an die Medianpension heran.
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