Peitschen und Pistolen

Italien: Video deckt illegales Pferderennen auf

Ausland
12.05.2026 15:44

Sie peitschen ihre Pferde, während Zuschauer Kalaschnikow-Gewehre schwenken und mit Pistolen in die Luft schießen. Ein Handyvideo zeigt grausame Szenen eines Pferderennens auf Sizilien. Die Aufnahmen führten schließlich die Polizei zu den mutmaßlichen Tierquälern.

In der Provinz Catania lieferten sich zwei Jockeys ein Rennen. Mit Peitschen trieben sie ihre Pferde in halsbrecherischer Geschwindigkeit über eine Landstraße, dabei wurden sie von zahlreichen Motorrädern begleitet, deren Fahrer wild hupten und teilweise in die Luft schossen.

Tierschützer: Rennen war Mafia-Aktion
Der Tierschützer Enrico Rizzi verbreitete das Material in den sozialen Medien, wodurch auch die Polizei auf die Missstände aufmerksam wurde. „Am vergangenen Freitagmorgen hat die Mafia in Palagonia den Staat herausgefordert, indem sie Tiere ausbeutete, um Geld zu verdienen. Ein illegales Pferderennen, bei dem die Teilnehmer Pistolen und Kalaschnikows in den Händen hielten (und sogar Schüsse abfeuerten)“, schrieb Rizzi zu dem Video. Damit wollten die Männer ihre „Herrschaft über das Gebiet“ demonstrieren, so der Tierschützer.

„Tierschutz-Gesetz ist absoluter Reinfall“
In Italien gilt seit Juli 2025 das Brambilla-Gesetz, das als eines der strengsten Tierschutzgesetze Europas gilt. Tierquälerei wird seither mit bis zu vier Jahren Haft und Geldstrafen bis zu 60.000 Euro bestraft. Laut Rizzi sei es allerdings ein „völliger Misserfolg des Staates“, was das Video einmal mehr beweisen würde.

Pferde wurden beschlagnahmt
Die Zeitung „La Sicilia“ berichtete, dass die Pferde beschlagnahmt wurden und der Stall geschlossen worden sei. Mehrere Personen wurden zur Vernehmung auf die Polizeiwache gebracht, die Ermittlungen dauern an. Trotz zahlreicher Beschlagnahmungen, Razzien und Verhaftungen würden die Pferderennen immer noch stattfinden. Für Mafia-Bosse seien die Tiere ein „Statussymbol“.

„Werde weiterhin kämpfen“
Die Rennen generieren hohe Summen an Schwarzgeld, wobei die Wetten oft Tausende von Euro für ein einzelnes Ereignis erreichen, wie der „Guardian“ berichtet. Enrico Rizzi schrieb auf seinem Account, er werde weiterhin gegen die Tierquäler vorgehen, „obwohl ich weiß, dass ich allein bin und mein Leben riskiere. Aber ich werde den Tieren niemals den Rücken kehren.“

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