Schlafprobleme betreffen viele Österreicher – und doch gibt es Wege, trotz nächtlicher Unterbrechungen erholt aufzustehen. Wer sich mit der „Krone“-Gesundheitsaktion ein paar gesunde Gewohnheiten zunutze macht, startet selbst nach unruhigen Nächten frisch in den Tag.
Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Sie liegen müde im Bett, wälzen sich herum, aber der Schlaf kommt nicht. Oder Sie schlafen zwar rasch ein, aber wachen mitten in der Nacht wieder auf – und an Wiedereinschlafen ist nicht zu denken. Am Morgen startet man dann erschöpft und ausgelaugt den Tag.
Schlafprobleme sind weit verbreitet: Rund 38 Prozent der Österreicher klagen über häufige Ein- oder Durchschlafstörungen, etwa 8 Prozent davon leiden sogar an chronischer Schlaflosigkeit. Wer regelmäßig schlecht schläft, belastet Herz und Stoffwechsel, steigert das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und psychische Erkrankungen.
Kein Wunder also, dass Schlaf-Apps und Tracker boomen, viele suchen nach dem Schlüssel für erholsame Nächte.
Regelmäßige Schlafzeiten fördern die Nachtruhe
Doch was genau entscheidet tatsächlich darüber, ob wir gut einschlafen? Der richtige Zeitpunkt, die innere Ruhe oder schlicht Gewohnheit?
„Krone“-Experte und Schlafmediziner Dr. Michael Saltu weiß das ganz genau: „Alle drei Faktoren spielen eine Rolle. Regelmäßigkeit ist vermutlich der wichtigste Punkt.“ Wer feste Schlaf- und Aufstehzeiten einhält, erleichtert seinem Körper nicht nur das Einschlafen, sondern auch das Durchschlafen.
Schwierigkeiten treten oft dann auf, wenn der Kopf im Bett nicht zur Ruhe kommt. „Die Frustration und Angst, nicht einschlafen zu können, erzeugen einen emotionalen Übererregungszustand, der das Abschalten erschwert“, so der Schlafmediziner. „Kleine Routinen wie das Hören eines Podcasts können helfen, diesen Kreislauf zu unterbrechen.“
Nächtliches Aufwachen sieht der Mediziner nicht zwingend als problematisch: „Ab dem 40. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit, nachts mehrmals aufzuwachen – der Schlaf wird fragmentierter. Wenn es durch Schnarchen oder andere Ereignisse verursacht wird, sollte man genauer hinschauen.“
Aber was tun, wenn man nachts wach wird und nervös auf die Uhr schaut? Entscheidend ist, die aufkommende Angst vor dem Nicht-Wiedereinschlafen zu dämpfen, den Gedanken bewusst eine andere Richtung zu geben und die Situation positiv umzudeuten, rät der Experte: „Etwa als willkommene Gelegenheit, noch lange schlafen zu dürfen, statt sich unter Druck zu setzen, zu wenig Schlaf zu bekommen.“
Die Angst vor der Schlaflosigkeit verhindert das Einschlafen
Digitale Helfer wie Uhren, Armbänder oder Ringe liefern Einblicke in Schlafdauer, -qualität und -zyklen. Dr. Saletu: „Besonders die Schlafapnoe-Erkennung einiger Smartwatches ist mittlerweile recht zuverlässig. Die allgemeine Schlafmessung der meisten Tracker sollte jedoch kritisch betrachtet werden, denn sie überschätzen häufig die Schlafdauer und unterschätzen Wachphasen.“ Wer Schlafdaten überbewertet, läuft Gefahr, eine Orthosomnie zu entwickeln – eine krankhafte Beschäftigung mit dem Schlaf, die die Angst vor Schlaflosigkeit noch verstärkt.
Regelmäßige Bettgehzeiten, weniger Bildschirmlicht, Entspannungsübungen und ein ruhiges Umfeld können schon viel bewirken. Wer oft lange wach liegt oder häufig aufwacht, sollte ärztlichen Rat suchen.
Fazit: Feste Zeiten, Ruhe und kleine Abendrituale erhöhen die Chance auf erholsame Nächte.
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